Wiederwahl in Kellinghusen : Gegenwind für Preine

Händedruck: Hinnerk Egge (r.) verpflichtet als ältestes Mitglied den wiedergewählten Amtsvorsteher Clemens Preine.
Händedruck: Hinnerk Egge (r.) verpflichtet als ältestes Mitglied den wiedergewählten Amtsvorsteher Clemens Preine.

Der Kellinghusener Amtsvorsteher wurde mit 70 Prozent der Stimmen wiedergewählt.

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08. Juli 2018, 12:00 Uhr

Clemens Preine geht beim Amt Kellinghusen in seine dritte Periode als Amtsvorsteher. Obwohl der Brokstedter Landwirt einziger Kandidat war, gab es in der geheimen Wahl Gegenwind: 70 Prozent stimmten für Preine, 30 Prozent enthielten sich. Nein-Stimmen waren bei der Abstimmung während der konstituierenden Sitzung, die sich über dreieinhalb Stunden hinzog, nicht vorgesehen.

Preine dankte anschließend für das Vertrauen, „ich hätte mir aber ein anderes Procedere gewünscht“, betonte er. Er werde nicht sagen, dass er diejenigen, die nicht für ihn gestimmt hätten, durch seine Arbeit überzeugen wolle. Denn: „Ich habe immer gedacht, dass ich meine Arbeit gut gemacht habe.“ Wer ihn nicht gewählt habe, den rufe er auf, „etwas intensiver zum Wohl des Amtes mitzuarbeiten“.

Erstmalig hatte nicht jedes der 37 Amtsausschussmitglieder (36 waren davon anwesend) nur eine Stimme. Nach der Änderung der Amtsordnung hatte jeder der 19 Bürgermeister eine Stimme, hinzu kamen pro 250 Einwohner jeweils weitere Stimmen. Verteilt wurden diese gleichmäßig auf die anderen Amtsausschussmitglieder der Orte. Die Folge: Während im alten Amtsausschuss die kleinen Orte aus dem ehemaligen Amt Kellinghusen-Land noch die Mehrheit hatten, können sie jetzt von den Vertretern aus Kellinghusen und Hohenlockstedt überstimmt werden. Insgesamt hat der Amtsausschuss 101 Stimmen, Kellinghusen und Hohenlockstedt kommen allein auf 58.

Diese geballte Macht spürte Klaus Rühmann bei der Abstimmung zum stellvertretenden Amtsvorsteher. Der Amtsinhaber, Bürgermeister in Lockstedt, wurde von Clemens Preine zur Wiederwahl vorgeschlagen, „wir haben immer gut zusammengearbeitet“. Doch in einer ebenfalls geheimem Wahl unterlag Rühmann dem Hohenlockstedter Gemeindevertreter Carsten Fürst mit 39 gegen 59 Stimmen. Er wolle die Zusammenarbeit zwischen Hohenlockstedt und dem Amt verbessern, betonte Fürst vor seiner Wahl. Zweiter stellvertretender Amtsvorsteher bleibt Kellinghusens hauptamtlicher Bürgermeister Axel Pietsch, der in offener Abstimmung einstimmig bestätigt wurde. In den Finanzausschuss entsandt wurden die Amtsausschussmitglieder Susanne Storm, Jörg Frers, Hinnerk Egge, Carsten Fürst, Udo Bujack, Thomas Thiessen, Markus Wack, Peter Löbel und Erk Niesemann.

Zu Beginn der Sitzung ehrte Clemens Preine vier Bürgermeister, die seit zehn Jahren amtieren: Kerstin Stark-Karczewski (Mühlenbarbek), Axel Pietsch (Kellinghusen), Reimer Kläschen und Yves Tischler (Störkathen). Ausgeschieden und verabschiedet wurden Reimer Kläschen, Johann-Hinrich Wrage, Horst Nitz, Horst Gabriel, Ute Burkhard, Wolfgang Hanisch, Jörg Hauschildt, Jürgen Kirsten, Rainer Holste und Theodor Scheit.

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