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Norddeutsche Rundschau

23. August 2017 | 22:06 Uhr

Aktionstag : Gegen Gewalt an Frauen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Seit zehn Jahren klärt ein Heider Aktionsbündnis am 25. November über Gewalt gegen Frauen und Mädchen auf.

„Gewalt kommt nicht in die Tüte“ – unter diesem Motto wird in Dithmarschen auf den Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November aufmerksam gemacht. Es werden nicht nur Brötchen verteilt und Flaggen gehisst – es wird auch diskutiert und sensibilisiert.

Seit mehr als zehn Jahren engagiert sich ein Aktionsbündnis, um mit vielen Veranstaltungen das Thema Gewalt gegen Frauen und Mädchen sichtbar zu machen. „Die Resonanz ist positiv“, betont Jutta Neubauer von „Frauen helfen Frauen“. Vor allem beim Verteilen der Brötchentüten kommen die Frauen mit den Menschen ins Gespräch. Die meisten unterstützten dies. Nur wenige würden es verharmlosen, erklärt Kerstin Hansen vom Netzwerk bei häuslicher Gewalt KIK.

Aktiv sind die Frauen aber das ganze Jahr, aber nicht immer so öffentlich Es werden Fortbildungen für Erzieherinnen an Kitas angeboten, um sie für Veränderungen von Kindern zu sensibilisieren, wenn dies auf Gewalt zurückgeht. Oder es werden an Schulen Veranstaltungen durchgeführt. „Das Thema kommt bei den Schülern gut an“, erklärt Susanne Hendricks vom Frauenhaus. Sie ist davon überzeugt, dass bei den Mädchen und Jungen davon etwas hängen bleibt.

Die Dithmarscherinnen starten die Aktion am morgigen Sonnabend, 22. November, auf dem Heider Wochenmarkt mit der Verteilung der Brötchentüten. Und am Dienstag, 25. November, wird dies auf den Wochenmärkten in Marne und Brunsbüttel wiederholt. Den Weihnachtsmarkt nutzen die Frauen ebenfalls, um das Thema ins Bewusstsein zu bringen. Am Donnerstag, 27. November, sind sie ab 17.30 Uhr dort vertreten. Zahlreiche Unternehmen und Institutionen konnten die Frauen mit ins Boot holen, indem sie Fahnen der Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes mit der Aufschrift „Frei Leben ohne Gewalt“ aufgehängt haben. Der Tag wird weltweit genutzt, um auf das Thema aufmerksam zu machen. Bereits 1999 verabschiedete die UN-Generalversammlung eine Resolution, nach der der 25. November zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen bestimmt wurde.

Damals zeigte sich die Generalversammlung „beunruhigt darüber, dass Frauen nicht in den vollen Genuss ihrer Menschenrechte und Grundfreiheiten kommen, und besorgt darüber, dass es nach wie vor nicht gelungen ist, diese Rechte und Freiheiten im Falle von Gewalt gegen Frauen zu schützen und zu fördern“.

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