Gegen den Trend: Starkes Wachstum bei der Itzehoer

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24. März 2017, 05:00 Uhr

Die Kurve zeigt nach oben. Nicht steil, aber stetig. Die Itzehoer Versicherungen erreichten im Geschäftsjahr 2016 erneut ein Wachstum stark über dem Markt. Und sie erzielten bei einer Bilanzsumme von 1,36 Milliarden Euro einen Überschuss in Höhe von 10,3 Millionen Euro – „ein neuer Spitzenwert“, so Vorstandsvorsitzender Uwe Ludka.

Damit stehe das Unternehmen finanziell weiterhin sehr stabil da, das Eigenkapital stieg auf fast 187 Millionen Euro. Getrieben wurde die Entwicklung wieder von der Schaden und Unfallversicherung, insbesondere im Bereich Kraftfahrzeuge. Fast 834    000 Kfz waren zum Jahresende bei der Itzehoer versichert, 15    000 sind jetzt schon wieder hinzugekommen, das Ziel für Ende 2017 sind 879    000. „Seit dem Jahr 2000 haben wir den Marktanteil im Autobereich genau verdoppelt“, sagte Ludka. Jetzt sind es 1,3 Prozent, damit gehöre das Unternehmen zu den Top 20: „Bundesweit ist jedes 75. Auto bei uns versichert.“

Die Beitragssumme stieg auf knapp 438 Millionen Euro, ein Plus von 6,5 Prozent – weniger als im Vorjahr, „aber immer noch eine sehr starke Zahl“, so Ludka. Der Versicherungsmarkt insgesamt habe erstmals einen realen Rückgang verzeichnet. Das aktuelle Umfeld mit niedrigen Zinsen sei eine Herausforderung und wirke sich auf die Tarife aus. Besonders beeinflusst wird davon das Feld der Lebensversicherungen, doch auch dort wuchsen die Itzehoer gegen den Trend.

Gesunken sind die Kosten, auch durch Digitalisierung. Diese bringe für beide Seiten Vorteile, so der Vorstandschef: „Wir versuchen, die Kunden zunehmend auf die neue Welt vorzubereiten.“ Von 750  000 Kunden nutzen 140  000 das Online-Portal. Das Pilotprojekt laufe bei der Kölner Tochter AdmiralDirekt.de, nach und nach solle es auf die Itzehoer übertragen werden, so Vertriebsvorstand Frank Thomsen. Doch die Vertrauensleute blieben über das Portal direkt erreichbar, auch eine Videoberatung ist in Planung.

Denn die Mitarbeiter seien einer der Hauptgründe für die weiter starke Entwicklung der Itzehoer, sagte Ludka. Fast 30 Angestellte kamen im vergangenen Jahr hinzu. 683 Mitarbeiter waren es Ende Dezember, 441 davon sind in der Itzehoer Hauptverwaltung aktiv. Auch in diesem Jahr sind 15 Neueinstellungen vorgesehen. Damit wird es schon wieder eng am Itzehoer Platz: „Die Räume hier sind zu 98 Prozent ausgelastet“, so Ludka. So wird nach dem Bau des Konferenzzentrums in Itzehoe sowie eines Gebäudes für AdmiralDirekt in Köln bereits wieder über eine Erweiterung am Firmensitz nachgedacht. Zielrichtung: das Jahr 2020 – wenn die Entwicklung weitergehe, so Thomsen. Wirkliche Zweifel ließ er nicht erkennen.

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