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Gegen den Trend: Klinik erzielt 2012 leichten Gewinn

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erstellt am 15.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Itzehoe | Bernhard Ziegler (Foto) ist zufrieden. Der Direktor des Klinikums Itzehoe kann von einem positiven Abschluss des Jahres 2012 berichten. Bei einem Umsatz von 100 Millionen Euro erzielte das Unternehmen im vergangenen Jahr ein Plus von rund 300 000 Euro. Ziegler: "Das entspricht einer schwarzen Null." Er und sein Team sind stolz auf das Resultat: "Wir konnten das Ergebnis trotz widriger Umstände und gegen den allgemeinen Trend verbessern."

Knapp sechs Prozent mehr Patienten als im Jahr 2011 sorgten für höhere Einnahmen des Klinikums. Gleichzeitig verringerte sich die durchschnittliche Aufenthaltsdauer um knapp zwei auf 5,7 Tage.

Insgesamt habe die Klinik im vergangenen Jahr sparsam gewirtschaftet, erläutert Ziegler. Allerdings seien die Fallpauschalen nicht in dem Maße gestiegen wie die Tarifgehälter. Dadurch seien "kaum relevante Einsparungen möglich, ohne dass die Qualität beeinträchtigt wird". Schließlich seien Personalkosten zwei Drittel der Aus gaben, an denen nicht gespart werden könne - "wir brauchen Menschen". Gespart wurde anderweitig. So wurde ein großer Warm wasserspeicher installiert. In den wird Wasser abgepumpt, das durch die Stromproduktion der Stadtwerke erhitzt wird und so für kosten günstige Wärme im Klinikum sorgt.

Überhaupt wird viel gebaut auf dem Klinikgelände: Der Erweiterungsbau der internistischen Intensivstation ist in vollem Gange, ebenso die Arbeit an der neuen Rettungswache, die im Spätherbst abgeschlossen sein soll. Umfangreiche Sanierungsarbeiten beginnen im Herbst. Weitere Anbauten sind in Planung, vor allem, um die Bettenkapazität den steigenden Patientenzahlen - gerade im Winter - anzupassen. Bereits im vergangenen Jahr fertig gestellt wurde der Hubschrauberlandeplatz auf einer Plattform über dem Dach des Gebäudes.

Zudem werde sich das Klinikum strukturell-funktional weiterentwickeln, kündigt Ziegler an. So sei zum Beispiel die Einrichtung einer Infektionsstation innerhalb der kommenden Jahre "dringend nötig", da die Zahl der infektiösen Patienten steige.

Solche Investitionen werden jedoch weitgehend vom Land getragen. Über die Fallpauschalen wird hauptsächlch das laufende Geschäft finanziert. Für die Bilanz des laufenden Jahres strebt Ziegler darum an, ebenfalls "die schwarze Null" zu erreichen.

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