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Norddeutsche Rundschau

24. November 2017 | 14:17 Uhr

Parken – aber wie? : Gebühren an sieben Tagen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Verwaltung und Politik in Glückstadt sind uneinig. Es geht um das neue Parkraumkonzept. Das sieht unter anderem das Aus für kostenfreies Parken am Wochenende.

shz.de von
erstellt am 04.Okt.2017 | 05:05 Uhr

Schlechte Nachricht für Autofahrer in Glückstadt. An sieben Tagen in der Woche soll nach Willen der Stadtverwaltung künftig für Parkplätze bezahlt werden – bisher waren die am Wochenende kostenfrei. Zudem soll die Überwachung der Parkscheine oder -scheiben an allen Tagen stattfinden. Und: Anwohner dürfen künftig nicht mehr am Fleth und am Markt parken: Es sei denn, sie ziehen ein Ticket. Das sieht das neue Parkraummanagementkonzept (PMK) vor. Bisher haben Anlieger die Möglichkeit, unbegrenzt mit einem Anwohnerausweis zu parken. Diese und weitere Punkte wurden im jüngsten Bauausschuss kontrovers diskutiert. Mit dem Ergebnis, dass alle Fraktionen noch einmal neu beraten wollen.

Parken am Fleth und Markt:

Siegfried Hansen (Piraten) forderte zu diesem Thema, dass es den Anwohner weiterhin ermöglicht werden sollte, dort zu parken. Bürgermeisterin Manja Biel wiederum vertrat die Ansicht, dass diese Bürger genug andere Plätze in der Stadt finden können. Wer sich den Grundriss der Stadt ansehen würde, würde sehen, dass der Markt und der Fleth nur einen kleinen Teil der Stadt ausmachen würde. Vielmehr würden Stellflächen am Markt und Fleth allen Bürgern gehören.

Bewohnerparkausweis:

Auch über dieses Thema wurde diskutiert: Künftig soll es nur einen Bewohnerparkausweis pro Haushalt geben. Auf diesen können dann drei Kennzeichen eingetragen werden. Dazu die Bürgermeisterin: „Kein Anwohner hat das Anrecht auf öffentlichem Grund zu parken.“ Jeder habe selbst für einen Stellplatz zu sorgen. In diesem Zusammenhang verwies sie auf die jüngste Entscheidung der Politiker, dass es auf dem geplanten Baugebiet An der Bahn (ehemaliges Gelände des Eisenbahnausbesserungswerks) keinerlei öffentliche Parkplätze geben wird. Zum Thema Innenstadt sagte sie: „Wir reden hier von kurzen Wegen, die Parkplätze sind auskömmlich.“

Parkgebühren an sieben Tagen:

Künftig sollen Glückstädter und Auswärtige an sieben Tagen in der Woche für Parktickets zahlen. Die Stadtverwaltung hat hochgerechnet, dass die Einnahmen so hoch sein werden, dass eine Verkehrsüberwachungskraft für das Wochenende bezahlt werden kann. Zurzeit müssen Autofahrer nur von montags bis freitags in der Zeit von 9 bis 18 Uhr für ein Parkticket in der Innenstadt bezahlen. Laut Stadtverwaltung gibt es Unmut darüber, dass Touristen hingegen am Wochenende gebührenfrei stehen dürfen. In anderen Touristenstädten sei es üblich, dass an sieben Tagen gezahlt werden muss.

Unklar ist zudem, ob eine Sandparkuhr eingeführt wird. Wie berichtet, hat Ralf Krüger (FDP) diesen Vorschlag gemacht. Bürgermeisterin Manja Biel, hält die Uhr für eine „tolle Idee“, aber nicht für notwendig. Die Uhr sei entbehrlich, weil es bereits Kurzparkzonen in der Innenstadt gebe. Ende 2016 wurden die Kurzzeitzonen für eine Stunde halten eingerichtet. Hier ist kostenloses Parken mit Parkscheibe möglich: in der Schlachterstraße, Deichstraße, Königstraße und Große Danneddelstraße.

Ein Thema waren auch Parkplätze für Schwerbehinderte. Sie soll es künftig ausschließlich auf dem Parkplatz Güterbahnhof geben.

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