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Gartenhaus als Lösung gegen Platzmangel im Kindergarten

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erstellt am 22.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Marne | Auf der Tagesordnung des Amtsausschusses von Marne-Nordsee stand die Schaffung eines Förderraumes auf dem Gelände des Kindergartens Westwind sowie der Sanierungsbedarf im "Sonnenstrahl".

Der Ausschuss für gesellschaftliche Angelegenheiten hatte zuvor empfohlen, den "Westwind" um den Anbau für eine vierte Familiengruppe inklusive eines Förderraumes für rund 350 000 Euro zu erweitern. Hinzu kämen weitere 15 000 Euro für Inventar.

"Vor gerade mal zwei Jahren haben wir über einen vierzügigen Aufbau gesprochen, der seinerzeit abgelehnt wurde. Jetzt haben wir vor einem halben Jahr den dreizügigen Kindergarten fertig gestellt und wollen jetzt anbauen?", fragte Reimer Söhl (KWV) verwundert.

"Wenn Provisorien eingerichtet werden, haben diese manchmal eine lange Haltbarkeit, ich bitte daher um eine saubere Lösung", versuchte Marnes Bürgermeister Hans-Joachim Möller (SPD) seine Kollegen ins Boot zu holen. Die aber entschieden sich erstmal für eine kleinere Lösung. Kurzfristig soll ein Gartenhaus im Wert von rund 25 000 Euro aufgestellt werden, in dem vorrübergehend das Büro und der Aufenthaltsraum der Mitarbeiter eingerichtet wird. So wird im Hauptgebäude der notwendige Platz für einen Förderraum geschaffen.

"Dies kann nur eine mittelfristige Lösung für maximal fünf Jahre sein. Darüber hinaus wird es dafür garantiert keine Verlängerung geben", machte Birgitt Encke von der Kreisverwaltung deutlich.

Auch im Kindergarten Sonnenstrahl gibt es ein seit Jahren bekanntes Platzproblem. Hier läuft die Genehmigung des derzeit genutzten Containers als Förderraum zum 31. Dezember aus. Geplant ist ein Anbau an der Westseite des Gebäudes in einer Größenordnung von 80 Quadratmetern. "Derzeit befindet sich der Bewegungsraum der Gruppen auf dem Flur", erklärte Bauamtsleiter Frank Eschenbach. Ein viel größeres Problem zeigt die Küche des Gebäudes. Der Fachdienst Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Kreises Dithmarschen hat bei seiner Betriebskontrolle vom 31. März gefordert, die Missstände der alten und zu kleinen Küche bis zum 31. August dieses Jahres zu beheben. Mit dem Anbau könnten alle Mängel beseitigt werden. Die Küche würde durch eine Umbaumaßnahme erweitert. Der hierdurch wegfallende Personalraum würde im Neubau entstehen. Ebenso würden ein Therapie-/Förderraum und ein Mehrzweckraum den Platzbedarf decken. Kosten: rund 150 000 Euro.

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