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Engagiert : Gala im Zeichen der ethischen Bildung

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Es soll der krönende Abschluss seines Lebenswerks sein: Der Itzehoer Hans Stellmacher lädt am 20. September zu einer Gala ins Brunsbütteler Elbeforum ein. Stellmacher engagiert sich seit vielen Jahren unter anderem für die ethische Bildung im Sinne Albert Schweitzers.

shz.de von
erstellt am 29.Aug.2013 | 19:15 Uhr

Es soll der krönende Abschluss eines Lebenswerks werden: Mit einem Festakt und einem Klavierkonzert im Brunsbütteler Elbeforum will sich der Itzehoer Hans Stellmacher Freitag, 20. September, von der Bühne verabschieden.

Seit 1988 ist der heute 66-Jährige auf verschiedenen Ebenen aktiv. Zwölf Jahre lang hatte er Hilfstransporte für 15 Länder in aller Welt organisiert. Seit 13 Jahren ist er im Auftrag der Deutschen Albert-Schweitzer-Stiftung in Frankfurt unterwegs, um die ethische Lehre des Friedensnobelpreisträgers zu erhalten und zu verbreiten. Seitdem hat er zahlreiche Bildungseinrichtungen in ganz Deutschland mit Werken von Goethe, Schiller und natürlich Albert Schweitzer ausgestattet. Sein jüngstes Projekt: Die Ethik Schweitzers, Goethes und Schillers in einem Schulbuch mit einer Auflage von 2500 Stück. Die Texte stammen von der Goethe-Gesellschaft in Weimar, vom Weimarer Schillerverein, vom Albert-Schweitzer-Komitee in Weimar und aus der Akademie Elbeforum Brunsbüttel. Zudem konnte Stellmacher mit der Gesundheits- und Krankenpflegeschule am Klinikum Itzehoe die zehnte Bildungseinrichtung in Itzehoe mit Material ausstatten.

Dahinter verbirgt sich auch eine organisatorische Leistung des umtriebigen Itzehoers. Unter dem Dach der Bildungszentrale in Stellmachers Privathaus haben sich die Akademien Elbeforum Brunsbüttel, Bildungszentrum Bad Oldesloe, Rathaus Lüneburg und die Zentren Rathaus Wilster, Freie Waldorfschule Itzehoe und Kulturhof zusammengeschlossen. Sein Bildungsmodell wird zudem exportiert: Die Gesellschaft in Weimar übernehme das System und richte jährlich bis zu zehn Bildungsstätten und -zentren in Städten des Ostens ein.

Warum dieser unermüdliche Einsatz ? „Die Menschen brauchen Ethik und ein bisschen Ehrlichkeit. Das fängt ganz oben an.“ Sein großes persönliches Engagement erklärt er ganz einfach: „Mitnehmen kann man nix.“

Für ihn seien die Projekte jetzt aber abgeschlossen. „Die Einrichtungen sind da, sie kosten nichts. Jetzt ist Schluss. Jetzt will ich das auch ein bisschen genießen.“

Zu seiner Abschiedsvorstellung erwartet Stellmacher unter anderem Vertreter der Städte und Gemeinden, in denen er die Bildungseinrichtungen mit geschaffen hat. Eingeladen sind zudem Vertreter der Generalkonsulate von China, Kroatien, Polen und Lettland. Den Bürgermeistern der Städte Lüneburg, Bad Oldesloe und Brunsbüttel sollen Urkunden überreicht werden. Für Vertreter aus Oldesloe und Lüneburg gibt es zudem eine wertvolle Albert-Schweitzer-Büste aus der Werkstatt des Cottbusers Dr. Günter Schulze-Meinicke. Marlies Böhnert vom Albert-Schweitzer-Zentrum und Jonathan Zanner (Kulturhof Itzehoe) stehen auf der Rednerliste.

Wie der gelernte Krankenpfleger, Masseur, Saunameister und Stomatherapeut weiter auflistet, werden die Gäste vor dem Elbeforum von den Kremper Fahnenschwenkern empfangen. Der offizielle Teil startet um 19 Uhr. Nach einer kurzen Pause beginnt um 20 Uhr das Jubiläumskonzert mit dem Pianisten Boris Kusnezow und dem Bariton Martin Häßler. Mit der Veranstaltung will sich Hans Stellmacher auch für die vielfältige Unterstützung der vergangenen Jahrzehnte bedanken. Abschließend sagt er: „Das schönste Geschenk für mich ist doch, dass ich über all diesen Einsatz auch selbst wieder gesund geworden bin.“

Karten gibt es zum Jubiläumspreis von 15 Euro für Erwachsene und fünf Euro für Kinder.

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