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Historische Schiffe : Gaffelsegel-Regatta: Der Wind fehlte

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

„Watdenn“, „Arvon“, „Nelli & Leslie“ und Freya von den sieben Inseln“ waren die schnellsten Schiffe

Schöne Schiffe, motivierte Segler, zahlreiche Zuschauer – aber es gab kaum Wind. Das diesjährige Gaffelsegeln fand im Rahmen der 400-Jahr-Feier der Stadt Glückstadt statt.

„Ich freue mich darüber, dass das Gaffeltreffen mittlerweile zum festen Bestandteil des Glückstädter Veranstaltungskalenders gehört“, sagte Glückstadts Bürgermeisterin Manja Biel und begrüßte alle Segler und Zuschauer vor der Siegerehrung am Hafenkopf. Sie nahm zum ersten Mal an dem Seglertreffen teil und dankte dem Organisationsteam, den Teilnehmern und den Sponsoren, die dies alles jedes Jahr möglich machen.

Das Gaffeltreffen, oder Herbsttreffen der Freunde des Gaffelriggs genannt, ist das älteste Treffen historischer Schiffe in Deutschland. Zum 43. Mal kamen dafür 35 Gaffelsegler nach Glückstadt, um vom Außenhafen aus eine gemeinsame Fahrt um die Rhinplate zu unternehmen. Einige Schiffe mussten allerdings kurzfristig ihre Teilnahme absagen, weil das extreme Niedrigwasser die Anreise unmöglich machte.

Wenig Wasser und kaum Wind – trotzdem herrschte gute Laune auf den Schiffen. Gefahren wurde eine „knallharte“ Regatta. Viele Zuschauer schauten auf der Nordermole zu. Nur wenige Teilnehmer schafften die geplante Strecke unter Segeln zurückzulegen. Die meisten brauchten ihren Motor.

Der Jurist Detlef Zschoche vom Organisationsteam des Gaffeltreffens nahm nach der Wettfahrt die Siegerehrung vor und sorgte für Gerechtigkeit: „Diejenige Crew, die noch nie einen Preis bei dieser Regatta erhalten hat, darf sich nun melden.“ Der Skipper der „Jonathan“ reagierte sofort und durfte den „Wer hat noch nix?“-Preis (ein kleines Fass Bier) in Empfang nehmen. Nach dem Tag auf dem Wasser wurde auf dem Museumsschiff „Greundiek“, das im Außenhafen lag, gemeinsam gegessen, getrunken und erzählt.

Die Ergebnisse der Regatta: Die schnellsten Schiffe: „Watdenn“ aus Wedel, „Arvon“ aus Hamburg, „Nelli & Leslie“ aus Glückstadt, „Freya von den sieben Inseln“ aus Glückstadt; die jüngste Crew: „Anna Lisa“ Wischhafen; älteste Crew: „Fahrewohl“ aus Büsum; höchster Frauenanteil: „Hanne Munk“ aus Glückstadt. Für besonders schöne Restaurationsarbeiten am Schiff erhielt die „Forelle von Kollmar“ einen Preis. Den Preis für die längste Anfahrt bekam die „Balu“ aus Büsum.

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