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Musik : Gänsehaut-Momente beim „Molenkieker“-Konzert

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Der Glückstädter Shantychor zog das Publikum in der Stadtkirche in seinen Bann.

Die Stimmung ist immer eine besondere: Die erste Melodie ist gerade angestimmt, die erste Strophe noch nicht einmal ganz gesungen, – und schon haben die „Molenkieker“ das Publikum in ihren Bann gezogen. Sie vermitteln in der altehrwürdigen Stadtkirche diese Sehnsucht nach Frieden, Heimat, Liebe, Hoffnung, wie sie mitschwingt in Liedern und Erzählungen.

Auch wenn sich das Ritual immer wiederholt: Für Pastor Christian Schröder ist erst Weihnachten nach dem Konzert der „Molenkieker“. „Wir lieben diesen Chor“, sagte er unter dem Beifall des Publikums. Und die „Molenkieker“ erfüllten diesen Anspruch. 23 Sänger und sechs Musiker webten einen Klangteppich, der das Kirchenschiff bis in den letzten Winkel ausfüllte. Im Mittelpunkt die maritime Romantik, wenn es „Rund um Kap Horn“ ging oder sie St. Niklas, den Seemann, oder die Weihnacht auf hoher See besangen. Die Texte spiegelten Alltägliches auf gefühlvolle, aber auch humorvolle Weise.

Große Gefühle wurden mit einer Programm-Neuerung geweckt. Aus dem Dunkel des Kirchenschiffs klang es zuerst ganz leise, dann lauter werdend: die Melodie vom „Little Drummer Boy“, dem „kleinen Trommler“. Gemessenen Schrittes näherte sich Jendrik Wilken vom Glückstädter Spielmannszuges mit seiner Trommel. Der Chor fiel ein in den Rhythmus, untermalte kraftvoll das Trommel-Crescendo bis zum furiosen Finale. Gänsehaut-Momente, die manchen Zuhörer zu Tränen rührten, das mit tosendem Beifall und Bravo-Rufen reagierte.

Und nach einem erfüllten Programm mit den Höhepunkten um die deutsche Version von „Amazing Grace“ warteten sie alle auf den Moment, in dem Hans-Otto Müller die Geschichte vom Abend der Abende im Hafen erzählte. Und aus dem Hintergrund ertönte leise das Lied der Lieder: „Stille Nacht, heilige Nacht“, gefühlvoll intoniert von dem Chor und dem musikalische Ensemble um Chorleiter Günter Beume mit Jürgen Lempfert an der Mundharmonika.

Mit dem Klassiker „Ave Maria der Meere“ verabschiedeten die „Molenkieker“ ihr Publikum, das mit einem Beifalls-Sturm, der fast zum Orkan wurde, das Konzert der „Molenkieker“ begeistert feierte.

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erstellt am 12.Dez.2016 | 17:00 Uhr

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