hilfe an heiligabend : Gänsebraten für Bedürftige und Einsame

Bereiteten den Festschmaus im Gemeindehaus Kirchenstraße (v. l.): Ernst-Otto  und Frank Prüß mit Elke Kaufmann und Manfred Kröger, Vize-Präsident im Lions Club.
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Bereiteten den Festschmaus im Gemeindehaus Kirchenstraße (v. l.): Ernst-Otto und Frank Prüß mit Elke Kaufmann und Manfred Kröger, Vize-Präsident im Lions Club.

Ein leckeres Essen und Beisammensein: An Heiligabend laden die Itzehoer Tafel und der Lions Club ein.

shz.de von
27. Dezember 2013, 05:00 Uhr

Weihnachten: Ein Tag an dem es leckeres Essen und Geschenke im Kreise der ganzen Familie gibt. Vielen Menschen ist das aber nicht möglich. Sie leben in Armut, können sich nicht einmal ein warmes Essen leisten, haben keine Familien. Um ihnen ein bisschen Beisammensein zu schenken, beschloss Elke Kaufmann zusammen mit den anderen ehrenamtlichen Helfern der Itzehoer Tafel, 60 allein stehende und bedürftige Menschen am Mittag des Heiligen Abends in das Gemeindehaus der Innenstadtgemeinde einzuladen und Gänsebraten zu servieren.

Gemeinsam mit dem Lions Club Itzehoe, der einen Teil des Überschusses des diesjährigen Golfturniers spendete, und dem Landgasthaus „Zum Dückerstieg“ organisierte Elke Kaufmann ein Festessen in weihnachtlicher Atmosphäre. „Normal ist heute unser Ruhetag“, sagte Dückerstieg-Inhaber Frank Prüß. Trotzdem stand er zusammen mit seiner Frau Inga und Seniorchef Ernst-Otto Prüß hinter dem Ofen.

Begeistert von dem Angebot war Elke Dassvi. „Den Menschen muss man danken dafür, dass sie sich opfern für Menschen, die nichts dafür können“, lobte die 61-Jährige die ehrenamtlichen Helfer. Auch Björn Möllhausen kam zum Gänsebraten vorbei – und dabei erzählte der 35-Jährige, dass er noch nie in seinem Leben Gans gegessen habe.

Elke Kaufmann war zufrieden: „Wir machen das zum ersten Mal, und es scheint zu klappen.“ Sogar ein Bulgare, der seit einem Monat in Deutschland lebt, wurde spontan eingeladen. Der junge Mann verkauft eine Obdachlosenzeitschrift, hat keine Bleibe und kam mit knurrendem Magen. Hinterher erzählte er, dass es seine erste warme Mahlzeit in Deutschland gewesen sei.

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