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Fußgänger auf der B 5 musste mit Handschellen gestoppt werden

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

shz.de von
erstellt am 22.Okt.2014 | 11:50 Uhr

Ein offenbar orientierungsloser Fußgänger auf der Bundesstraße 5 hielt Dienstagabend die Polizei in Trab. Die Beamten waren von einem Verkehrsteilnehmer über Notruf alarmiert worden.

Eine Polizeistreife aus Wilster traf einen 44 Jahre alten Mann aus dem Raum von Itzehoe in Höhe Mühle Honigfleth an. Er beging dort verbotener Weise dort verbotswidrig den rechten Grünstreifen in Richtung Itzehoe. Dieser Fahrbahnabschnitt ist laut Polizei als reine Kraftfahrstraße eingestuft.

Die Beamten sprachen den Mann an. Und der bekundete, „etwas verloren“ zu haben, was er nun suchen würde. Nach kurzem Zureden stieg der Mann widerwillig in den Streifenwagen, um es sich dann doch anders zu überlegen: Laut Polizeibericht stieß der 44-Jährige einen Beamten innerhalb des Kombi-Fahrzeuges zur Seite, sprang aus dem Auto und wollte sich in Richtung Itzehoe entfernen.

Um den Mann vor einem möglichen Unfall zu bewahren und weil die Gesamtsituation für die Beamten völlig unklar war und die Personalien des Mannes noch nicht notiert waren, lief ihm ein Beamter hinterher.

Es gelang dem Beamten rasch, den Mann zu ergreifen und festzuhalten. Dabei stürzten beide auf die nasse und weiche Bankette. Mit Hilfe des zweiten Beamten wurde der 44-Jährige an Ort und Stelle fixiert und in Handfesseln in den Streifenwagen gebracht.

„Das Gesamtverhalten war unkooperativ und uneinsichtig“, heißt es im Polizeibericht. Und: „Der Beschuldigte machte einen leicht verwirrten und in sich gekehrten Eindruck, war aber keineswegs hilflos. Alkohol- und Drogeneinwirkung lagen nicht vor.“

Was den 44-Jährigen überhaupt bewogen hatte, sich auf der Kraftfahrstraße aufzuhalten, konnte zunächst nicht geklärt werden. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen auf der Wache in Wilster wurde er aus der polizeilichen Obhut entlassen. Verantworten muss er sich nun wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte, eine Straftat nach Paragraph 113 des Strafgesetzbuches, wegen Körperverletzung (ein Beamter verletzte sich an Hand und Knie, der 44-Jährige blieb unverletzt) und wegen Verstoßes gegen straßenverkehrsrechtliche Bestimmungen.

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