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Norddeutsche Rundschau

24. Oktober 2017 | 12:21 Uhr

Fußballturnier ohne Schiedsrichter

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Kicken und Integration stehen im Vordergrund beim Wettkampf mit gemischten und multikulturellen Mannschaften auf dem Sportplatz Kaiserstraße

shz.de von
erstellt am 22.Jun.2016 | 05:00 Uhr

Völkerverständigung durch Fußball – um das kulturelle Miteinander zu fördern, hat sich der seit 2007 bestehende Jugend-Kulturverein „Freiraum Itzehoe“ eine besondere Aktion ausgedacht. Bereits zum dritten Mal veranstaltet der Verein ein „antirassistisches Fußballturnier“ (kurz: „Antira“). Die Veranstaltung hat in den vergangenen zwei Jahren in Münsterdorf stattgefunden und wurde jetzt nach Itzehoe verlegt. Auf dem Sportplatz Kaiserstraße treten die Mannschaften am Sonnabend, 25. Juni, ab 10 Uhr gegeneinander an.

Wegen des gemeinnützigen Zwecks unterstützt auch die Stadt die Aktion. „Aufgrund unseres Engagements hat sie uns die Miete für den Sportplatz erlassen“, freut sich Mitorganisator Marten Becker. Bis jetzt sind schon acht Mannschaften aus jeweils fünf Spielern inklusive Torwart dabei, aber sowohl Einzelpersonen als auch ganze Teams können noch mitmachen. „Sie können sich vorher anmelden oder bis 10 Uhr einfach spontan vorbeikommen und werden dann in den Spielbetrieb integriert.“ Ab 12.30 Uhr wird ein Workshop zum Thema „Rassismus im Alltag“ angeboten.

Die Veranstalter betonen den integrativen Charakter des Turniers. So treten gemischte Mannschaften aus männlichen und weiblichen Spielern an, auch Flüchtlinge sollen mitspielen. Aus Hamburg nimmt eine Flüchtlingsinitiative aus dem für seine alternative Szene bekannten Karoviertel mit zwei Mannschaften teil. Gespielt wird auf einem verkleinerten Feld in Gruppen für jeweils zehn Minuten. Nach der Hauptrunde folgt eine Runde mit K.o.-Spielen, die Finalspiele finden ab etwa 16 Uhr statt.

Mit dabei sind auch die Titelverteidiger der vergangenen Jahre, die Mannschaft „SchussTor“ aus Dithmarschen (2014) und „KurveIZ“ aus Itzehoe (2015).Um den Sportsgeist und die Fairness anzuspornen, wird ohne Schiedsrichter gespielt. „Das ging in den vergangenen Jahren immer sehr gut“, sagt Marten Becker.

Zu gewinnen gibt es einen selbst gemachten Wanderpokal, der aus einer Oldtimer-Mercedes-Radkappe in Gold besteht. Drumherum wird ein buntes Unterhaltungs-Programm geboten. Für Zuschauer und Spieler gleichermaßen angenehm: Bei freiem Eintritt gibt es den ganzen Tag über auch Essen und Getränke.



> Kontakt per Facebook unter „Freiraum Itzehoe“ oder E-Mail: freiraum.itzehoe@outlook.de




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