Fasching : Fußballer lassen die Narren los

Für viele ist neben der bunten Party die Kussfreiheit einer der Hauptgründe für die Fubama.
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Für viele ist neben der bunten Party die Kussfreiheit einer der Hauptgründe für die Fubama.

Zur Fubama werden am 3. Februar in einer Zeltstadt rund um das Colosseum wieder mehr als 6500 Besucher erwartet.

shz.de von
19. Januar 2018, 05:00 Uhr

Auch in diesem Jahr sind im Norden wieder die Narren los: Im und rund um den Veranstaltungssaal Colosseum machen am Sonnabend, 3. Februar, ab 20 Uhr (Einlass: 19 Uhr) die Jecken bei der 64. Fußballmaskerade (Fubama) des SV Alemannia Wilster wieder die Nacht zum Tag und läuten schrill, bunt, laut und fröhlich auch auf dem Flachland die fünfte Jahreszeit ein.

Mehr als 6000 verkleidete Narren werden auf einer der größten Faschingspartys des Nordens erwartet, wenn ab 20 Uhr die „Kussfreiheit“ ausgerufen wird. Zu einer Mega-Party in einer ganzen Zeltstadt ist die Anfang der 50er Jahre von ein paar Fußball-Enthusiasten aus Spaß eingeführte Karnevalsveranstaltung mittlerweile geworden.

Ausgerichtet von der Alemannia Sport & Marketing GmbH, erwartet die Tausende von Gästen wieder der bewährte Programmablauf in drei Großzelten und dem Colosseum. Nur eine Voraussetzung muss jeder Teilnehmer nach wie vor erfüllen: „Eine Verkleidung ist Pflicht, ohne Maske kein Einlass“, sagt Organisator Sebastian Dethlefs. Aber darauf bestehen die Besucher ihrerseits ja sowieso, viele geben sich sogar große Mühe in der Herstellung. Für den gemeinen Fubama-Fan wird sich, was das Organisatorische angeht, im Grundkonzept nicht viel ändern. „Wir haben das bewährte Prinzip beibehalten“, so Dethlefs. Die Preismaskerade mit Geldpreisen im Gesamtwert von 2000 Euro, der Heiratsmarkt mit dem „Standesbeamten“ Thomas Duffner, das Essensangebot und Getränke an zahlreichen Tresen blieben bestehen. Auch das Garderoben-Zelt gleich nach dem Eingang hat sich bewährt. „Wir werden alles mit Ton-, Video- und Licht-Technik noch ein bisschen bunter machen.“ Auf einen größeren Live-Act wie in den vergangenen Jahren immer mal wieder auf der Bühne, haben die Veranstalter dieses Mal allerdings ebenso verzichtet wie auf eine aus den Vorjahren bekannte Trommlergruppe.

Für die Verkehrsführung bei der Anreise mit dem Auto greift das bewährte Verkehrskonzept, in dem eine Einbahnstraße zum Absetzen oder Abholen bis vor das Colosseum führt, und ein Halteverbot auf dem gesamten „Colo“-Vorplatz gilt. Auch der Bus Shuttle bleibt wie gehabt bestehen. „Nur den Ticketpreis für den Bus mussten wir auf 5 Euro pro Person und Fahrt erhöhen“, so Sebastian Dethlefs. „Das ist aber im Rahmen allgemeiner Preissteigerung immer noch ein fairer Preis.“ Der Eintrittspreis sei hingegen unverändert geblieben.

„Der Vorverkauf läuft im Moment wie in den vergangenen Jahren gut.“ Je nach Situation werde es auch eine Abendkasse geben. Für den Vorverkauf haben die Organisatoren inzwischen einen eigenen Online-Shop erstellt, damit die Auswärtigen auch eine Chance haben, ein Ticket zu kaufen. Und hier sind nicht nur Wilsteraner am Werk oder Gäste aus dem übrigen Kreis Steinburg: „Wir hatten sogar Bestellungen aus Bayern und aus Mannheim“, freut sich Sebastian Dethlefs über die überregionale Bekanntheit.

Eineinhalb Wochen vor der großen Faschings-Sause beginnt der Aufbau des Mega-Spektakels mit den ersten Zelten und Umzäunungen mit 50 Helfern aus dem Verein und seinem Umfeld. Noch einmal so viele Mitarbeiter externer Dienstleister bauen die Zeltstadt in der Woche vorher auf, damit es am Sonnabend pünktlich losgehen kann.

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