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Fusion beschlossen: Sportfreunde schließen sich dem SCI an

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

shz.de von
erstellt am 01.Jun.2015 | 05:00 Uhr

Ab dem 1. Juli gibt es Fußball im Sport-Club Itzehoe: Die Fusion zwischen dem SCI und dem BSC Sportfreunde Itzehoe kann über die Bühne gehen. Dafür entschieden sich an einem Abend beide Vereine in eigens dafür einberufenen Versammlungen. Nur jeweils rund ein Dutzend Mitglieder nahmen teil, doch deren Entscheidung gilt.

Den Anfang machte der SCI in seinem Clubraum. Vorsitzender Gerd Freiwald schilderte den Vorlauf: In einem Gespräch mit dem Vorsitzenden der Sportfreunde, Rainer Wölk, habe sich das Problem herauskristallisiert, dass der Fußballverein immer weniger Mitglieder habe. Eine Verbindung mit dem SCI könne Abhilfe schaffen: „Wir haben viele Jugendliche, die Sport treiben, über die Hälfte sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.“ Diese könnten nun auch das neue Angebot im eigenen Verein nutzen. Und: „Andere, die gerne Fußball spielen, sind zwar im Fußballverein, nur nicht bei uns.“

Die Vorteile lägen deshalb für beide auf der Hand: Für den BSC entfällt der Verwaltungsaufwand, zum Beispiel bei Bildungsgutscheinen. „Das ist im SCI kein Problem“, so Freiwald, der auch daran erinnerte, dass der BSC 1956 aus einer Abteilung im Gut Heil Itzehoe hervorgegangen sei. „Nun wollen sie zurück.“

Bei den Mitgliedsbeiträgen hätten die Sportfreunde zunächst deutlich weniger zu zahlen – denn sonst hätte sich die Summe verdoppelt, sagte Freiwald. Statt dessen wird der Beitrag über vier Jahre Stück für Stück angehoben. „Sie sind aber schon voll berechtigte Mitglieder, können bei uns alles machen“, unterstrich SCI-Geschäftsführer Jan Schamerowski. „Wir mussten einen Kompromiss finden.“ Die Gymnastikabteilung des BSC führt der SCI unverändert weiter. Schließlich betonte Freiwald: „Sie können ihre alten Traditionen weiter pflegen. Das ist besonders für Ältere wichtig. Der Verein existiert in der Fußballabteilung gleichzeitig weiter.“

Auch die 14 Teilnehmer der folgenden Sitzung im BSC-Vereinsheim sahen die Vorteile. Nach Geburtenrückgängen, einer Mentalitätsänderung der Jugendlichen und Problemen im Vereinsleben, die zu Mitgliederschwund führten, habe sich die Frage nach der Identifikation mit dem Verein gestellt. Diese soll gewahrt werden, indem die inneren Strukturen im SCI erhalten bleiben. In der Abstimmung gab es bei 13 Ja-Stimmen nur eine Enthaltung. BSC-Vorsitzender Rainer Wölk stellte fest: „Nun ist die Entscheidung über die Fusion auch juristisch perfekt.“

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