Theater Itzehoe : Furioser Auftakt im Kulturdenkmal

Ein schönes Geburtstagsgeschenk: Das Theater ist Kulturdenkmal.
Ein schönes Geburtstagsgeschenk: Das Theater ist Kulturdenkmal.

Eine große Ehre für Itzehoer Spielstätte, die in die Liste der Kulturdenkmäler aufgenommen wurde.

shz.de von
23. September 2017, 16:00 Uhr

Das Theater Itzehoe ist am Donnerstagabend mit seiner Auftaktveranstaltung ins Theaterjahr gestartet. Die Künstler des Schleswig-Holsteinischen Landestheaters begeisterten den vollbesetzten Saal mit verschiedenen Darbietungen und gaben dabei einen Ausblick auf die neue Spielzeit, auf die sich viele im Publikum schon freuten. „Das Theater als solches ist nett und auch das Programm ist nett“, sagte Ursula Hussels, die mit ihrem Mann mehrmals im Jahr extra aus Kaltenkirchen anreist. Fest eingeplant haben beide am 9. Februar 2018 den Besuch der Schweizer A cappella Gruppe Bliss.

„Eine ganz besondere Spielzeit“ sei es, sagte die sichtlich erfreute Theater-Direktorin Ulrike Schanko, als sie um 19.30 Uhr vor ihr Publikum trat. Genau 25 Jahre alt wird das Theater am 26. September, wenn der Musikzirkus Scotch & Soda auftritt, seit 1992 und auch in Zukunft bekommt es Unterstützung vom Landestheater. Viel Applaus und vereinzelte Jubelrufe gab es, als Schanko verkündete, dass das Gebäude des Theaters in die Liste der Kulturdenkmäler des Landes aufgenommen wurde. „So ein schöner Ausblick, so ein volles Haus, so ein schönes Gebäude“, sagte auch Brigitte Hohmann aus dem Kultusministerium, nachdem Schanko ihr das Mikrofon überreicht hatte. Sie habe schon die Eröffnung vor 25 Jahren mitbekommen und das Theater Itzehoe als „Ort lebendiger Kultur“ wahrgenommen. Das Sinfonieorchester des Landestheaters gab anschließend einen ersten musikalischen Einstieg in den Abend und Moderator Peter Grisebach freute sich, dass das Haus durch den neuen Gesellschaftervertrag ohne Existenzangst eine neue Zukunft planen könne, in der man „Neues entdecken und Bewährtes sehen“ könne.

Dann war es an den einzelnen Künstlern des Ensembles, dem Publikum zu zeigen, was es in den nächsten Monaten erwarten kann: Stimmgewaltig zeigten sich unter anderem die amerikanische Mezzosopranistin Julia Mintzer und die Berliner Sopranistin Amelie Müller. Letztere nahm ein Angebot Grisebachs an und wird für zwei Jahre Teil des Landestheaters sein. In Itzehoe zu sehen und hören sind beide Künstlerinnen am 19. November bei „Hoffmanns Erzählungen“, einer Oper von Jacques Offenbach. „Amelie Müller war Spitzenklasse, ein Gewinn für das Landestheater“, sagte Besucherin Urte Bischof, die sich über den vollen Saal und eine „schöne Veranstaltung“ freute. Sie will auch das Stück am 19. November besuchen. Stehende Ovationen erhielt das gesamte Ensemble, als es zum Schluss die „Berliner Luft“ zum Besten gab.

Wegen der Vielfalt und Abwechslung des Programms kommen Ursula und Peter Clasen regelmäßig aus Hamburg-Niendorf ins Theater Itzehoe. „Es hat uns fantastisch gefallen, wir finden hier was wir gerne sehen und hören“, sagte Ursula Clasen im Foyer des Theaters über den Abend. „Dieses große Angebot an Operetten hat man in Norddeutschland nirgends“, fand ihr Ehemann. Es gebe mehrere Leute aus Hamburg, die deswegen nach Itzehoe kämen, sagten beide.



>Die Veranstaltungen im neuen Theaterjahr: www.theater-itzehoe.de/programm und über

www.sh-landestheater.de/spielstaetten/itzehoe

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