Wachdienst : Für mehr Sicherheit in der Stadt

In der Innenstadt, am Hafen und an der Docke sind die Mitarbeiter des Elmshorner Sicherheitsdienstes vor allem unterwegs.
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In der Innenstadt, am Hafen und an der Docke sind die Mitarbeiter des Elmshorner Sicherheitsdienstes vor allem unterwegs.

Der Einsatz ziviler Ordnungshüter in Glückstadt hat sich bewährt. Ab sofort sind Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes in den Abendstunden unterwegs. Die Stadt bittet um finanzielle Unterstützung.

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04. Juni 2014, 05:00 Uhr

Wenn sich mit Beginn der warmen Jahreszeit das Leben wieder mehr draußen abspielt, dann nehmen nach Erfahrungen des Ordnungsamts auch Sachbeschädigungen und Randale in der Stadt zu. Ab sofort sind daher abends wieder Streifen des Elmshorner Sicherheitsdienstes Connect im Einsatz. „Auch wenn wir damit keine hundertprozentige Sicherheit versprechen können, soll die Firma Connect möglichst bis in den Oktober für uns im Einsatz sein“, sagt Bürgermeister Gerhard Blasberg. Die Personaldecke bei der Polizei sei dünn, oft treffe die Nachtstreife erst sehr spät am Ort des Geschehens ein. Die Täter seien dann meist schon verschwunden, begründet die Stadtverwaltung den Einsatz des privaten Sicherheitsdienstes.

Ein Grund, warum weiter an den zivilen Ordnungshütern festgehalten werden soll, sind auch die Zerstörungen vom Januar dieses Jahres. Damals hatten Graffiti-Sprayer unter anderem die Sporthalle in Glückstadt-Nord und Fenster eines Wohnhauses in der Kleinen Kremper Straße beschmiert.

Die Stadt setzt bereits seit fünf Jahren in den Sommermonaten einen Sicherheitsdienst ein. Seit zwei Jahren ist die Elmshorner Firma Connect engagiert. Seither sind auch Unruhen und Sachbeschädigungen in der Stadt stark zurückgegangen, wie Jürgen Kewitz vom Ordnungsamt berichtet. Für ihn ein Zeichen dafür, dass der Einsatz gefruchtet hat. „Aber wir müssen weiter am Ball bleiben“, sagt Kewitz. Einige kleinere Schwierigkeiten habe das Sicherheitspersonal in den vergangenen Wochen bereits wieder gelöst.

Die Mitarbeiter der Elmshorner Firma sind vorwiegend freitags und sonnabends ab 22 Uhr im Einsatz. „Sie gestalten ihre Arbeitszeiten flexibel nach Bedarf“, sagt Jürgen Kewitz. So könne es durchaus sein, dass sie an ruhigen Tagen früh Feierabend machen, dafür aber an Feiertagen oder bei Veranstaltungen verstärkt und länger im Einsatz sind.

Bei der Finanzierung bittet die Stadt um Unterstützung der Bürger: „Voraussetzung ist, dass sich die von er Stadt bereits angeschriebenen Gewerbetreibenden, Grundstückseigentümer, Wohnungsmieter und andere Nutznießer eines Sicherheitsdienstes – wie bereits in den Jahren davor – mit persönlichem finanziellem Engagement in die Sache einbringen“, sagt Bürgermeister Blasberg. Ziel ist, 5000 Euro aus Spenden aufzubringen. Die Stadt würde dann noch einmal die doppelte Summe – also 10 000 Euro – hinzugeben. Bislang sind gut 3000 Euro von Privatpersonen und Unternehmern eingegangen. „Wenn noch einige Euro dazu kommen, könnte man die Firma bis in den Herbst bezahlen“, so Blasberg.


>Spenden können auf das Konto der Stadt Glückstadt, IBAN: DE07 22250020 0021050024, Sparkasse Westholstein überwiesen werden.

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