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Diskussion : Für eine mobile Stadt mit mehr Lebensqualität

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Was wäre Glückstadt ohne Autos, Fahrräder, Eisenbahn? Das lokale Bündnis für Familie will über die Stadt und ihren Verkehr diskutieren. Alle sind eingeladen.

Halt der Nordostseebahn, Busverbindungen nach Itzehoe, Autoverkehr am Fleth – Verkehr ist ein Thema, das die Stadt bewegt. Das Lokale Bündnis für Familie möchte die verschiedenen Interessen aufgreifen und vernetzen und lädt ein zu einer Veranstaltung: „Mobilität für mehr Lebensqualität in Glückstadt und Umgebung“. Im Ratssaal sollen sich alle Interessierten zusammensetzen, um über eine Verbesserung der Infrastruktur in der Elbestadt ins Gespräch zu kommen.

„Wir verstehen uns als Teil des Diskurses, den es bereits in der Stadt gibt“, sagt Deborah Azzab-Robinson, Gleichstellungsbeauftragte und Koordinatorin des Lokalen Bündnisses. Mit im Boot sind zahlreiche weitere soziale Organisationen, wie die Glückstädter Werkstätten, die Migrations- und Sozialberatung, die Familienbildungsstätte und Frau und Beruf. „Jeder hat seine eigene Sicht auf das Thema Verkehr“, sagt Azzab-Robinson. So würden sich die älteren Leute vielleicht fragen, wie sie zum Arzt kommen, die Jugendlichen, wie sie die Disko erreichen. „Für Menschen mit Behinderung wäre es schön, wenn der Bus, der am Abend von einer Veranstaltung zurückfährt, auch eine Rampe hat“, sagt Martina Malessa von den Glückstädter Werkstätten.

So sollen bei der Veranstaltung ganz bewusst auch die Gruppen Gehör finden, die oft nicht zu Wort kommen im gesellschaftlichen Diskurs. Interviewt werden ein Jugendlicher, ein ehrenamtlich Engagierter, ein Glückstädter mit Migrationshintergrund und eine Person mit Handicap. Es gelte, so Deborah Azzab-Robinson, auch diejenigen Leute zu mobilisieren, die bislang den öffentlichen Nahverkehr noch nicht nutzen, aber mobil werden wollen. Gleichzeitig sind auch Politiker aller Fraktionen aus der Stadtvertretung eingeladen.

Beim derzeitigen Stand der Infrastruktur in Glückstadt sieht die Koordinatorin noch „Luft nach oben“. „Zum Glück haben wir eine Stadtverwaltung, die sehr offen für das Thema ist.“ Das Konzept „Daseinsvorsorge und Wohnungsmarkt“ biete etwa sehr gute Ansätze. Denkbar seien aber auch Projekte wie PKW-Fahrgemeinschaften, Fahrrad-Verleih oder Taxi-Gutscheine.

Um die unterschiedlichen Interessen zu bündeln sollen auf der Veranstaltung im Rathaus Themeninseln gebildet werden. Inselkarten liegen aus, auf denen Kontaktdaten notiert werden können. „So haben die Teilnehmer die Möglichkeit, Projektgemeinschaften zu bilden und ganz konkrete Projekte anzuschieben“, so Deborah Azzab-Robinson.

Die Veranstaltung findet statt am Donnerstag, 19. September, von 19 bis 21.30 Uhr im Ratssaal des Rathauses. Für einen kleinen Imbiss ist gesorgt.

 

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erstellt am 17.Sep.2013 | 05:00 Uhr

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