zur Navigation springen
Norddeutsche Rundschau

20. Oktober 2017 | 00:43 Uhr

Feuerwehrübung : Fünf Wehren im Härtetest

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Kameraden aus Süderhastedt, Großenrade, Frestedt, Eggstedt und Brickeln-Quickborn rücken auf den Hof Kühl vor. Eine große Amtswehrübung forderte die Schlagkraft der Wehren. Ein Problem: Die geringe Zahl der Atemschutzträger.

shz.de von
erstellt am 27.Okt.2013 | 16:08 Uhr

Die Dämmerung hatte sich gerade über Wälder und Wiesen gelegt. Der Feierabend brach an. Da zeriss das Sirenengeheulte die Stille. 18.15 Uhr – Alarm in Süderhastedt. Schnell war das erste Fahrzeug der freiwilligen Feuerwehr besetzt und ausgerückt. Das Ziel: Kleinrade 6 bis 8, die Gebäude von Thies und Ralf Kühl in Außenlage.

Als die ersten Kameraden unter der Führung des stellvertretenden Süderhastedter Wehrführers Klaus-Herrmann Hass eintrafen, waren Amtswehrführer Dieter Kröger, sein Vertreter Claus Jensen, Kay Ehlers vom Kreisfeuerwehrverband, Bürgermeister Claus-Uwe Schwieger (Süderhastedt) sowie Bürgermeister der Nachbargemeinden bereits anwesend – denn bei dem Einsatz handelte es sich glücklicherweise nur um eine Übung.

Dennoch gingen die Brandbekämpfer sofort zügig an die Arbeit. Schläuche wurden ausgerollt, die Atemschutzgeräteträger rüsteten sich mit den schweren Flaschen und den Masken aus. Aber dabei wurde bereits ein Problem deutlich. „Wir haben zu wenig Atemschutzgeräteträger“, erklärte Kröger. Das sei nicht neu und auch kein spezielles Manko der einzelnen Wehr. Seit einigen Jahren arbeite er daran, die Situation zu verbessern.

Als die ersten Kameraden ins Gebäude vorrückten, gab es noch einen Zuschlag: Funken hatten auch den Nachbarhof des ehemaligen Wehrführers Thies Kühl in Brand gesteckt. Wohnhaus und zwei Hallen standen in Flammen, erklärte der Amtswehrführer Frank Halmschlag. Der Süderhastedter Wehrführer war inzwischen eingetroffen und hatte die Einsatzleitung übernommen. Keine einfache Aufgabe, wie Dieter Kröger bestätigte. „Nach Startschwierigkeiten hat er die Aufgaben gut und solide abgearbeitet. Es gab nichts zu meckern“, bescheinigte der Amtswehrführer.

Nach und nach waren immer mehr Fahrzeuge angerückt. Frestedt, Großenrade, Eggstedt und Brickeln-Quickborn – am Ende waren fünf Wehren aus der Region im Einsatz. 63 Einsatzkräfte legten die Wasserversorgung, retteten acht „Verletzte“, die von den Wehren aus Eddelak und Kuden rekrutiert worden waren, und löschten die Brände und befreiten ein Opfer nach einem Treckerunfall. Der Amtswehrführer zeigte sich rundum zufrieden – mit den abgearbeiten Aufgaben, der Anzahl der eingesetzten Kameraden, nur die erwähnte geringe Zahl der Atemschutzgeräteträger bereitet Dieter Kröger weiter Sorgen. „Aber daran werden wir auch künftig weiter arbeiten.“

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen