Fünf Tage Rummel in Wilster

Kurz nach der Eröffnung füllte sich der Platz am Colosseum. Heute geht es mit dem Rummel ab 15 Uhr weiter.
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Kurz nach der Eröffnung füllte sich der Platz am Colosseum. Heute geht es mit dem Rummel ab 15 Uhr weiter.

Von der Treppe am Neuen Rathaus wurde gestern der Jahrmarkt eingeläutet / Bis Dienstag volles Programm

shz.de von
17. Juli 2015, 13:27 Uhr

Mit einer Tradition wurde gebrochen, an einer anderen halten die Wilsteraner tapfer fest: Zwei Wochen früher als rund 700 Jahre lang üblich wurde gestern der Jahrmarkt in Wilster eingeläutet. Man will mit der Terminverlegung dem Publikumsmagneten Wacken Open Air aus dem Weg gehen. Zum Auftakt gab es aber auch diesmal Bier aus Hamburger Produktion. Gerstensaft aus der Hansestadt war jahrhundertelang in der Marsch tabu. Die Stadt hatte ein heute undenkbares Importverbot ausgesprochen. Weil in Wilster einst – nur die nach offiziellen Zählungen – gut 50 Bierbrauereien ansässig waren, konnte man sich hier wohl auch bequem aus eigener Produktion versorgen. Eine Ausnahme wurde nur beim alljährlichen Marktgeschehen gemacht. So auch gestern wieder: Bürgermeister Walter Schulz ließ sich von Marktmeister Manfred Moltzau ein Bier einschenken und war voll des Lobes. „Diese aus einem Handelsmarkt heraus gewachsene Veranstaltung ist eng mit der Stadtgeschichte verbunden“, hatte das Stadtoberhaupt zuvor bei einem Empfang im Neuen Rathaus betont. Mit einem neuen Konzept und dem neuen Termin hoffe man nun auf mehr Resonanz als in den vergangenen Jahren. Umso mehr bedauerte er, dass einzelne Schausteller kurzfristig noch abgesagt hätten. Dennoch könne sich das Programm und das Angebot sehen lassen. Gezielt habe man musikalische Akteure aus der Region mit eingebunden. Ein besonderer Höhepunkt sei zudem die heute stattfindende Wilster Aurallye, die ihr zehnjähriges Bestehen feiert. Mit zahlreichen Vertretern aus den Landgemeinden, aus Verbänden und Organisationen sowie einigen Nachbar-Marktmeistern stieß Schulz auf ein gutes Gelingen an. Erstmals beim Empfang dabei waren mit Janne Martensen, Melle Beimgraben und Lina Semmler auch drei Mitglieder des Kinder- und Jugendparlaments. Sie durften kartonweise Bonbons in die Menge werfen. Bis einschließlich Dienstag wird für alle Altersgruppen viel geboten

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