Digitaler Kreis Steinburg : Fünf Ämter auf digitalem Weg

Bringen die Zusammenarbeit auf den Weg:  (vorn, v. l.) Jörgen Heuberberger, Volker Tüxen, Renate Lüschow, Jörg Bucher, (hinten, v. l.) Colja Peglow, Kevin Pansch, Uwe Störmer, Daniela Harders, Andreas Faust, Harm Früchtenicht, Heiko Wiese und Helmut Sievers.
Bringen die Zusammenarbeit auf den Weg: (vorn, v. l.) Jörgen Heuberberger, Volker Tüxen, Renate Lüschow, Jörg Bucher, (hinten, v. l.) Colja Peglow, Kevin Pansch, Uwe Störmer, Daniela Harders, Andreas Faust, Harm Früchtenicht, Heiko Wiese und Helmut Sievers.

Die Steinburger Verwaltungen werden im IT-Betrieb künftig zusammenarbeiten und Synergien nutzen.

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12. Mai 2018, 16:00 Uhr

Fünf Steinburger Ämter gehen bei der anstehenden Digitalisierung und dem IT-Betrieb einen gemeinsamen Weg. Die Strategie, die das künftige Vorgehen beschreibt, ist von allen Gremien abgesegnet worden und unterschriftsreif. „Wir wollen Synergien nutzen, Kosten sparen und noch besser werden“, sagt Volker Tüxen, Leitender Verwaltungsbeamter des Amtes Itzehoe-Land. Die Ämter hoffen auch auf Fördergelder, denn eine Kooperation dieser Art und Größe sei einmalig im Land.

Die Grundidee der gemeinsamen IT-Strategie ist einfach: Die Informationstechnologie (IT) ist für die Handlungsfähigkeit der Verwaltung unabdingbar. Aber nicht jede Verwaltung müsse ihre IT selbst erbringen und managen. „Wir wollen die Herausforderungen des digitalen Wandels gemeinsam bewältigen“, sagt Tüxen. Mit im Boot sind neben Itzehoe-Land die Ämter Schenefeld, Breitenburg, Wilstermarsch und Krempermarsch. Kellinghusen und Horst-Herzhorn gehen eigene Wege.

Ausgangspunkt der ersten Überlegungen, die vor zwei Jahren einsetzten, war das Online-Zugangsgesetz, das Verwaltungen verpflichte, bis 2022 ihre Dienstleistungen auch online zu erbringen, sagt Uwe Störmer von der Firma Dataport. Die Ämter haben das Büdelsdorfer Unternehmen als professionellen Partner, der auch sein Rechenzentrum für die Daten der Ämter zur Verfügung stellt, gewonnen. Ab 2019 wird es in die konkrete Umsetzung gehen – jedes der fünf Ämter wird bestimmte Aufgaben übernehmen, um mit dem IT-Betrieb starten zu können. 120 bis 150 verschiedene Leistungen, die die Ämter bereitstellen, müssen für die gemeinsame Plattform koordiniert und abgestimmt werden – von der Gewerbesteueranmeldung über Online-Bezahlung bis hin zum Hundesteuer-Meldebogen. Obwohl gemeinsam wirtschaftlicher und sicherer gearbeitet werden soll: Die Individualität der einzelnen Verwaltungen wird dadurch nicht berührt, versprechen die Initiatoren. Und der Bürger werde kaum etwas bemerken. „Wir bleiben weiterhin Partner für die Bürger“, so Tüxen. „Oberste Priorität hat bei allem die Datensicherheit“, ergänzt Jörn Bucher, Leitender Verwaltungsbeamter vom Amt Krempermarsch.

Darüber hinaus wird der digitale Wandel die Kommunen in den nächsten Jahren vor weitere Herausforderungen stellen: Elektronische Akten müssen eingeführt werden, und alle Verwaltungsdienstleistungen sollen als Online-Dienste bereitgestellt werden. Grundlage der Zusammenarbeit, die seit Jahren auch auf anderen Ebenen stattfinde, sei das „hohe Vertrauensverhältnis aller Beteiligten“, betont Schenefelds Amtsdirektor Andreas Faust. Gewachsen sei dies aus der Runde der Leitenden Verwaltungsbeamten, die sich regelmäßig träfen. Und noch eines war wichtig – die Versorgung des Kreises und seiner Gemeinden mit Breitband. „Damit haben wir ein leistungsfähiges Netz, um die Daten bereitstellen und austauschen zu können“, betont Tüxen.

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