zur Navigation springen

Kommunalpolitik : Führungswechsel im Amt Breitenburg

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Peter Jörgensen geht als Leitender Verwaltungsbeamte in Altersteilzeit / Nachfolger wird der Kellinghusener Colja Peglow.

shz.de von
erstellt am 24.Sep.2014 | 16:54 Uhr

Nach elf Jahren an der Spitze der Breitenburger Amtsverwaltung geht Peter Jörgensen in Altersteilzeit. Sein Nachfolger steht schon fest: Aus insgesamt acht Bewerbern wählte der Amtsausschuss den Kellinghusener Colja Peglow aus. Der 39-Jährige ist mit Land und Leuten bestens vertraut. Seit fünf Jahren ist er Chef des Ordnungs- und Sozialamtes im benachbarten Amt Itzehoe-Land, nachdem er sich seine beruflichen Sporen zunächst bei der Stadtverwaltung Elmshorn verdient hatte.

„Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit“, ist Amtsvorsteher Jörgen Heuberger von einem reibungslosen Übergang an der Verwaltungsspitze überzeugt. Dafür hat die Politik auch eine großzügige Übergangsregelung beschlossen. Drei Monate lang werden Jörgensen und Peglow Hand in Hand arbeiten. Am 1. November wird der neue Leitende Verwaltungsbeamte dann auch noch zum Oberamtsrat befördert.

Colja Peglow wird für die Geschicke von 23 Mitarbeitern und elf Gemeinden verantwortlich zeichnen. „Die Stellenausschreibung habe ich eigentlich nur per Zufall in der Tageszeitung gesehen“, machte der 39-Jährige deutlich, dass er eigentlich gerne noch ein bisschen mehr Erfahrung in der Verwaltungsarbeit gesammelt hätte. Dann aber habe ihn die Stelle „doch schon sehr gereizt“. Immer wieder betont Peglow, wie wichtig ihm ein gutes Betriebsklima und ein vernünftiges Miteinander mit den Bürgermeistern ist. Da habe er im Amt Itzehoe-Land nur beste Erfahrungen gemacht. Sein Eindruck von Breitenburg: „Hier passt das Umfeld auch sehr gut“ – zumal die beiden Ämter in ihren Grundstrukturen gut miteinander vergleichbar seien. Sein erklärtes Ziel: „Ich möchte jeden Abend zufrieden nach Hause kommen und jeden Morgen wieder gerne zur Arbeit gehen.“

Jörgensen und Heuberger betonen beide, dass auch das Klima zwischen den anderen Ämtern im Kreisgebiet stimme und man sich auf vielen Ebenen gut austausche. Das Gemeinschaftsgefühl sei insbesondere durch die gemeinsame Arbeit in der Region Itzehoe sehr gewachsen. Jörgensen: „Das hat uns zusammengeschweißt.“

Eine der Hauptaufgaben neben der üblichen Verwaltungsarbeit wird für Colja Peglow der Kampf gegen die Auswirkungen der demografischen Entwicklung sein. Auch im Amt Breitenburg schrumpfen die Einwohnerzahlen. Mit rund 8300 Menschen nähern sie sich der für eigenständige Ämter magischen Grenze von 8000. Große Hoffnung setzt die Amtsführung daher auf das Neubaugebiet in Breitenburg-Nordoe, wo 120 Wohneinheiten entstehen sollen. Ein wichtiger Schritt in Richtung mehr Arbeitsplätze steht ebenfalls bevor. Peter Jörgensen hofft, dass im nächsten Jahr endlich der erste Spatenstich für das seit langem geplante neue Industriegebiet bei Lägerdorf erfolgen kann.

Ein weiteres Thema beschäftigt derzeit alle Amts- und Stadtverwaltungen gleichermaßen: die Unterbringung von immer mehr Flüchtlingen aus Kriegs- und Krisengebieten. Insbesondere im ländlichen Raum werde es immer schwieriger, die geforderten Unterkünfte bereitzustellen. Immerhin: Im Amt Breitenburg gibt es aktuell noch in der Gemeinde Lägerdorf Kapazitäten. Beste Erfahrungen habe man auch mit der Aufnahme von Flüchtlingen gerade in den kleinen Gemeinden gemacht, weil hier sofort eine gute Nachbarschaftshilfe in Gang komme. Miteinander und gutes Einvernehmen im ländlichen Raum: Für Colja Peglow dürfte das mit ein entscheidender Grund für die Übnernahme der neuen Aufgabe gewesen sein.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen