Frühstück beim Ministerpräsidenten

Bei belegten Brötchen, Orangensaft und Kaffee starten (von links) Dennis Gonscherowski, Manfred Thonert, Ministerpräsident Torsten Albig, Dirk Schmidt, Andreas Schlawe und Martin Schrum in den Tag. Foto: Rother
Bei belegten Brötchen, Orangensaft und Kaffee starten (von links) Dennis Gonscherowski, Manfred Thonert, Ministerpräsident Torsten Albig, Dirk Schmidt, Andreas Schlawe und Martin Schrum in den Tag. Foto: Rother

Torsten Albig dankt Schleusenhelfern mit einem Vormittag in Kiel: "Dem Kanal geht es besser, weil es Sie gibt"

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27. Juni 2013, 03:59 Uhr

Kiel/Brunsbüttel | Im Frühjahr gab es an der Schleuse in Brunsbüttel den technischen Supergau: beide großen Schleusen fielen aus. Ein Team von Mitarbeitern des Wasser- und Schifffahrtsamts (WSA) setzte alles daran, die Tore der Kammern schnellst möglich zu reparieren. Mit Erfolg: nach einer guten Woche konnten die ersten großen Pötte wieder den Nord-Ostsee-Kanal passieren. Doch die Erkenntnis, welche Bedeutung die meistbefahrene, künstliche Wasserstraße der Welt hat, wurde mehr als deutlich - sogar bei der Bundesregierung in Berlin.

Gestern hatte Ministerpräsident Torsten Albig 32 Schleusenhelfer nach Kiel eingeladen. Als Dankeschön für den außerordentlichen Einsatz und die rasante Arbeit mit der die Fachleute wieder für den Betrieb der Schleusen gesorgt hatten. Beim Empfang im Erdgeschoss des Hauses B direkt an der Kieler Förde sagte Albig, dass in der 1. Etage wöchentlich das Kabinett tage. Häufiger habe man dabei über die Situation der Brunsbütteler Schleusen und den Nord-Ostsee-Kanal, "unseren Kanal", gesprochen, dem es jetzt besser gehe. "Ihm geht es besser, weil es Sie gibt, weil Sie an den Kanal glauben", betonte der Ministerpräsident gegenüber den Frauen und Männer vom WSA. Mit ihrer Arbeit hätten die Schleusenhelfer auch in Berlin deutlich gemacht, wie wichtig der Kanal sei, für Norddeutschland, für ganz Deutschland und sogar für Nordeuropa.

Bei einem Besuch in Lettland sei er damals auf die Situation in Brunsbüttel angesprochen worden. "Das konnten die sich gar nicht vorstellen, dass passte gar nicht zu ihrem Bild von Deutschland, dass dort etwas nicht funktioniert." Torsten Albig sagte, er sei beeindruckt gewesen, wie die WSA-Mitarbeiter um ihren Kanal gekämpft hätten. "Diese Einladung ist ein kleines Dankeschön und soll Ihnen auch einen Schub geben für die Arbeit, die noch auf Sie zukommt, und das wird nicht wenig." Aber man werde auch alles tun, damit "die in Berlin richtig nachdenken und uns nicht vergessen", versprach der Ministerpräsident.

Gesa Völkl, Leiterin des Wasser- und Schifffahrtsamtes Brunsbüttel, hatte für den Gastgeber ein kleines Präsent mitgebracht und dazu eine Anekdote parat: "Wir hatten ein Tasse mit einer Blume drin auch für einen Herren aus Berlin besorgt. Im gleichen Blumengeschäft mit dem gleichen Budget wurde jetzt wieder eine Pflanze bestellt und auch gesagt, für wen dieses Geschenk ist. Diese hier ist aber deutlich größer ausgefallen", sagte Völkl schmunzelnd.

Nach dem Frühstück ging es gemeinsam an Bord einer Marine-Barkasse zum Regatta-Feld der Kieler Woche. Zum Abschluss gab es ein deftiges Mittagessen mit Matjes oder Schnitzel nach Wahl im Offiziersheim des Marinestützpunkts.

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