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Norddeutsche Rundschau

19. Oktober 2017 | 19:26 Uhr

Wirtschaft : Frühling in der Feldschmiede

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Mehrere Aktionen beim verkaufsoffenen Sonntag in der Innenstadt

shz.de von
erstellt am 02.Mär.2016 | 04:48 Uhr

Leben in der Fußgängerzone: Am kommenden Wochenende startet der erste verkaufsoffene Sonntag des Jahres in der Innenstadt. „Bunte Aktionen für Groß und Klein locken zum Frühlingserwachen nach Itzehoe“, sagt Stadtmanagerin Lydia Keune-Sekula. Viele Geschäfte haben am 6. März von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Dazu gibt es eine kostenlose Stadtführung. Reisebusse und Wohnwagen sollen die Itzehoer und die Gäste ins Reisefieber versetzen, Unternehmen und Geschäftsleute präsentieren sich an verschiedenen Infoständen. „Auch für die Kinder ist etwas dabei“, sagt Keune. „Es gibt einen Stand mit bunten Helium-Luftballons und ein Karussell, das bereits am Freitag aufgebaut wird.“

Schon seit Tagen wirbt der Verein „Wir für Itzehoe“ mit Transparenten über den Straßen der Stadt für den verkaufsoffenen Sonntag. „Diese Banner, die wir zu den weiteren verkaufsoffenen Sonntagen in diesem Jahr ebenfalls wieder aufhängen wollen, sind eine gute Möglichkeit auch für Betriebe, die derzeit noch nicht Mitglied bei uns sind, ein konkretes Projekt vor Ort und unabhängig von der Mitgliedschaft zu unterstützen und so etwas für Itzehoe und die Region zu tun“, sagt der Vorsitzende Helmut Seifert. Damit solle der Standort Itzehoe ins Blickfeld möglichst vieler Menschen geführt werden – auch durch die vielen gastronomischen Angebote am verkaufsoffenen Sonntag.

Dazu will auch das Café Harmonie am Dithmarscher Platz beitragen. Noch sitzt Thomas Allnoch entspannt auf einem der Sofas, die seine Kollegen von der Brücke Schleswig-Holstein in Itzehoe für die neue Inneneinrichtung des Cafés gebaut haben. Doch am Sonntag hofft er auf möglichst viele Besucher in dem besonderen Café. „Wir wollen zeigen, was wir zu bieten haben“, sagt der 29-Jährige. Unter anderem gibt es von 11 bis 14 Uhr einen Wellness-Brunch, danach selbst gebackenen Kuchen. Und die Leiterin des Hauswirtschaftsbereichs der Brücke, Karin Riewoldt, ergänzt: „Wir sind ja ganz am Anfang der Feldschmiede, da müssen uns die Leute ja einfach besuchen.“

Das Café ist kein Lokal wie jedes andere. Denn dort arbeiten Menschen mit unterschiedlichen psychischen Erkrankungen – so wie Thomas Allnoch, der seit zwei Jahren in der Küche beschäftigt ist. Inklusiv ist das Konzept der Brücke, die versucht, den Beschäftigten in verschiedenen Arbeitsbereichen den Wiedereinstieg in den Job oder eine Lehre zu ermöglichen. „Wir hoffen, dass sie selbstständiger werden – und in diesem geschützten Arbeitsbereich sind sie da so nah dran, wie es geht“, sagt Sara Rode. Sie organisiert das Café, das einen barrierefreien Zugang hat. Und nicht nur bei den Beschäftigten setzt die Brücke auf Nachhaltigkeit – „bei uns kommen die meisten Produkte aus der Region, wir bemühen uns, Bio-Artikel zu verarbeiten, und unser Kaffee und Tee sind fair gehandelt“, sagt Riewoldt.

Und noch einen Geheimtipp gibt es in dem Café , das seit kurzem wochentags einen selbst zubereiteten Mittagstisch anbietet. „Meine Kartoffelsuppe ist der Hit“, sagt Thomas Allnoch. „Die muss man unbedingt probieren.“

>Die kostenlose Stadtführung beginnt um 13 Uhr. Um Anmeldung unter 04821/9490120 wird gebeten. Die Teilnehmerzahl ist auf 25 begrenzt.

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