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Nationalpark-Zentrum : Frühjahrsputz im „Multimar Wattforum“ in Tönning

vom

Besucher haben wieder freie Sicht auf 20 Seepferdchen und mehr als 1000 Fische sowie rund 20.000 wirbellose Tiere.

shz.de von
erstellt am 24.Mär.2015 | 14:33 Uhr

Tönning | Kräftig schrubben: Zwei Taucher sind Dienstag im Nationalpark-Zentrum „Multimar Wattforum“ in Tönning (Kreis Nordfriesland) in das 250.000 Liter fassende Großaquarium gestiegen. Timo Kaminski und Nicole Perkruhl polierten unter Wasser mit Spezialschwämmen die kratzempfindlichen Kunststoffscheiben von innen.

In den Tagen zuvor hatten sie gemeinsam mit ihren Kollegen in den anderen 36 Aquarien den Algenwuchs bekämpft und die Becken gründlich gesäubert. „Dabei kamen sogar Zahnbürsten und Pinsel zum Einsatz, denn keine Ritze wurde ausgelassen“, sagte Sprecherin Monika Hecker. Zum Frühjahrsputz gehörte auch, die präparierten Wattvögel zu entstauben und die Walknochen in der großen Ausstellung zu putzen.

Jetzt haben die Besucher wieder freien Blick auf die 20 Seepferdchen und mehr als 1000 Fische sowie rund 20.000 wirbellose Tiere wie Muscheln, Schnecken, Krabben, Quallen und Würmer.

Gleichzeitig mit dem Frühjahrsputz wurde mit einer Inventur der Bestand gezählt. „Bei den größeren Fischen ging das gut, bei kleineren Tieren wie den Miesmuscheln musste geschätzt werden“, sagte Hecker. Insgesamt leben in den 37 Wasserbecken rund 280 verschiedene Arten. Sie alle leben im „Multimar“ nicht „in ihrem Umfeld, sondern mit ihrem Umfeld“, sagte Hecker. Dafür werden in den Becken die verschiedenen Lebensräume der Nordsee vom Gezeitenbereich bis hin zum Tiefseebecken nachgestellt. Die Wassertemperaturen pendeln zwischen 11 und 17 Grad. „Wir haben echte Ökosysteme nachgebildet.“

Bei den Fütterungen wird übrigens regelmäßig überprüft, ob die Tiere sich wohlfühlen: „Das kann man an ihrem Verhalten erkennen“, sagte Aquarien-Leiter Birger Kreutz. Ein Anzeichen sei auch für Laien leicht erkennbar: Wenn Fische ihre Rückenflosse „klemmen“ - also eng an den Körper pressen statt sie aufzustellen, „dann geht es ihnen nicht gut.“

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