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Norddeutsche Rundschau

22. August 2017 | 09:31 Uhr

Fröhliches Fest ohne Berührungsängste

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

„Vielfalt feiern“ lautete das Motto des Inklusionsfestes im Prinzeßhofpark. Die Projektwerkstatt Inklusion richtete die Veranstaltung aus, zu der alle Menschen eingeladen waren – mit und ohne Behinderung. „Es ist kein Fest von Institutionen, sondern von engagierten Privatpersonen“, erklärte Antje Hachenberg, Sprecherin der Projektwerkstatt. Es gehe um das persönliche Miteinander, dass man bei einem anonymen Stadtfest nicht habe. Daher auch die idyllische Lage im Prinzeßhofpark.

Die Projektwerkstatt besteht seit vier Jahren, ein Fest dieser Art fand das erste Mal statt. Neben Antje Hachenberg engagierten sich viele weitere Personen und Institutionen – unter anderem Carsten Roeder vom Kinder- und Jugendbüro, die Auguste-Viktoria-Schule und die Lebenshilfe. „Es geht darum, sich aufeinander einzulassen und zu schauen wie es klappt“, so Hachenberg. Man wolle Berührungsängste abbauen. Und das Konzept ging auf: „Es haben sich viele Gäste angemeldet.“

Auch Dietrich Haeberlein, Mitglied der Projektwerkstatt und Beauftragter des Kreises Steinburg für Menschen mit Behinderung, zeigte sich mit dem Zulauf zufrieden: „Es macht ja schon einen richtig guten Eindruck.“

Das Essen für das Buffet hatten die vielen Beteiligten mitgebracht und sie bedienten die Gäste an ihren Plätzen. Die Idee für diesen Service lieferte Pastor Willfrid Knees. Ein buntes Zelt bot den passenden Rahmen. Die Glückstädter Werkstätten machten Musik, es gab ein Malangebot für Kinder und an alle Gäste wurden bunte Bänder verteilt, die beschriftet und bemalt werden konnten. Später bildeten sie den „Kranz der Vielfalt“. Karin Czerny, die mit ihren behinderten Sohn und ihrem Enkel gekommen war, fühlte sich sehr wohl. „Ich gehe gerne zu solchen Veranstaltungen, weil ich meinen Sohn gerne integrieren möchte“, sagte sie. „Es ist sehr schön. Jetzt füllt es sich ja richtig. Mit dem Wetter haben wir natürlich Glück heute.“

Tischnachbarin Kristin Müller, Leiterin der Sozialarbeit DRK-Kreisverband Steinburg, informierte sich über das Inklusionsfest, um darüber in der Modellregion Neumünster zu berichten. „Ich erfreue mich an der Musik und ich hoffe, dass noch ganz viele Menschen kommen“, meinte sie. „Es sind auch viele verschiedene Nationen hier.“ Mit den anderen Menschen an ihrem Tisch kam sie gern ins Gespräch.

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