zur Navigation springen

Musik und Theater : Friedenstage mit Musik und Kultur

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Kellinghusener Kulturverein Pep bei der Veranstaltung am 1. September in der Ulmenhofschule dabei.

Musik und Theaterspiel stehen im Mittelpunkt des 7. Kellinghusener Friedenstags am Montag, 1. September, um 19.30 Uhr in der Ulmenhofschule. Das Thema werde in jedem Jahr von einer anderen Seite beleuchtet, sagt Initiator Heinz-Jürgen Heidemann. Diesmal stehe die Friedenskultur im Vordergrund. „Wir freuen uns deshalb ganz besonders, den Kulturverein PEP als Partner dabei zu haben“, ergänzt Horst Nitz vom Veranstalter, dem Kriminalpräventiven Rat der Stadt.

Der Name PEP sei landesweit populär, zu seinen Veranstaltungen in allen Bereichen der darstellenden Kultur reisten Besucher regelmäßig auch von weiter her an. Der zweite PEP-Vorsitzende Rainer Werdt unterstreicht den völkerverbindenden Aspekt der Kultur. „Gerade Musik wird von allen verstanden und steht für ein friedliches Miteinander.“ Zum Pressegespräch präsentiert Werdt bereits die Zusage des bekannten Liedermachers Wolfgang Rieck. Der gebürtige Rostocker erhielt für seine künstlerische Arbeit zahlreiche Preise. „Bei uns ist er vor allem durch seine Auftritte mit der norddeutschen Folkgruppe Liederjan bekannt“, sagt Werdt.

Daneben wird aus Kellinghusen Elke Altstadt-Westphal an der Harfe zu hören sein. Mit einer Auswahl selbst geschriebener Szenen nach dem Buch „Auf immer und ewig“ der Schriftstellerin Margret Steenfatt komplettieren Schüler der Gemeinschaftsschule das Programm. Bewusst seien die Daten 100 Jahre Erster Weltkrieg und 150 Jahre Deutsch-Dänischer Krieg ausgespart worden. „Es brennt derzeit in so vielen Ecken der Welt, da ist ein Blick auf vergangenes Grauen gar nicht notwendig“, sagt Nitz. Vor dem Hintergrund den aktuellen politischen Diskussionen gelte mehr denn je die Losung, dass im 21. Jahrhundert von deutschen Boden nur Frieden ausgehen dürfe, fügt Heidemann hinzu. Kriege und staatliche Willkür brächten unendliches Leid in die betroffenen Länder. „Ein Leid, welches Generationen andauert.“

Im Jahr 2008 meldete die Bürgerinitiative „Kellinghusener Stadtwege zur Mitmenschlichkeit“ sich mit der Ausgabe eines Faltblatts zu Wort: Darin verzeichnet ist ein Rundgang zu den Erinnerungsstätten für die Kriege im 19. und 20. Jahrhundert. Außerdem führt der Weg zu den „Stolpersteinen“ des Künstlers Gunter Demnig. Die kleinen Gedenksteine vor Häusern in verschiedenen Straßen der Stadt erinnern an Otto Rahlfs, Otto Linke und Otto Fabian, Opfer des Nationalsozialismus. „Aus dieser Aktion erwuchs der jährliche „Kellinghusener Friedenstag“, erklärt Heidemann.

Mit unterschiedlichen Partnern und Gästen veranstaltet wurden unter anderen eine Podiumsdiskussion mit dem damaligen Innenminister Klaus Schlie (CDU), eine Radeltour nach Springhirsch zur Außenstelle des KZ-Neuengamme, eine Ausstellung zum Thema Rechtsradikale Jugendkultur sowie ein Friedensgottesdienst.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen