zur Navigation springen
Norddeutsche Rundschau

17. Oktober 2017 | 00:55 Uhr

vernissage : Friedel Anderson auf Papier

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Ausstellung mit wenig bekannten Werken des Itzehoers beginnt Sonntag im Wenzel-Hablik-Museum.

von
erstellt am 05.Sep.2014 | 12:00 Uhr

Ölgemälde. Dafür ist Friedel Anderson bekannt. Zum 60. Geburtstag des Itzehoer Künstlers beginnt Ende November eine Retrospektive auf Schloss Gottorf in Schleswig. Dazu wollte das Wenzel-Hablik-Museum nicht in Konkurrenz treten – deshalb widmet es sich einem anderen, weniger bekannten Teil von Andersons Werk: „Arbeiten auf Papier“ heißt die Ausstellung, die Sonntag, 7. September, um 11.30 Uhr eröffnet wird.

Der Aufbau ist weit fortgeschritten, und Museumsleiterin Katrin Maibaum ist zufrieden: „Ich finde die Arbeiten ganz großartig.“ Die meisten von ihnen stammen aus Andersons Besitz, hinzu kommen private Leihgaben. Der Großteil der Werke sei erstmals zu sehen. Dazu passe der private, geradezu intime Rahmen des Hablik-Museums, findet Katrin Maibaum.

Das Museum fühle sich Anderson verbunden, spätestens seit er im Jahr 2005 auf den Spuren Wenzel Habliks in den Orient reiste. Nun werden rund 50 Werke unterschiedlicher Größe ausgestellt, Zeichnungen und vor allem Aquarelle, die teils in ungewöhnlich langen Prozessen entstanden seien. Darin finde sich das ganze Metier wieder, das der Künstler bearbeite, sagt die Museumsleiterin. So sind Reisebilder aus Italien zu sehen, Landschaften, Stillleben und Innenraumarbeiten. Anderson schaffe es sehr gut, Situationen einzufangen und Atmosphäre herauszukitzeln – „das, wofür er mit seinen Ölbildern bekannt ist“.

Ein Raum ist fast nur Selbstbildnissen des Künstlers vorbehalten, also eher ungewöhnlichen Werken des Itzehoers, der sich lieber im Hintergrund hält. Auch Selbstbildnisse berühmter Künstler und mythische Szenen hat er neu interpretiert. Zudem sind Motive aus früheren Alsen-Ruinen zu sehen sowie Zeichnungen, die Anderson bei einer Orchesterprobe des Schleswig-Holstein Musik Festivals auf Gut Salzau anfertigte. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit 48 Seiten zum Preis von 10 Euro. 60 Vorzugs-Exemplare werden mit signierter und nummerierter Grafik für 100 Euro verkauft.

Die Begrüßung bei der Vernissage am Sonntag übernimmt Harald Brommer, Vorsitzender der Wenzel-Hablik-Stiftung, es folgt ein Grußwort von Bürgermeister Dr. Andreas Koeppen. Die Einführung übernimmt ein Freund Andersons, der Journalist und Autor Erich Maletzke. „Friedel Anderson – Arbeiten auf Papier“ wird bis zum 9. November zu sehen sein.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen