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Norddeutsche Rundschau

20. Oktober 2017 | 15:22 Uhr

Freundschaften ohne Grenzen

vom

Großes Fest beschließt Partnerschaftswoche mit 150 Teilnehmern aus allen Partnerstädten

shz.de von
erstellt am 28.Mai.2013 | 03:59 Uhr

itzehoe | Rauschendes Fest zum Abschluss einer gelungenen Partnerschaftswoche: Im Pädagogischen Zentrum am Lehmwohld wurde das 25-jährige Bestehen der Partnerschaft zwischen Itzehoe und La Couronne gefeiert. "Wir hatten ein hartes Programm, schlechtes Wetter, aber alle haben standhaft durchgehalten", lobte Bürgervorsteher Heinz Köhnke die Gäste. Gemeinsam mit Bürgermeister Dr. Andreas Koeppen überreichte er Jean-Francois Dauré, Bürgermeister von La Couronne, und Francis Vincent, Vorsitzender des Comité de Jumelage, ein Geschenk der Stadt: eine Parkbank. Bei der Feier zum 20-jährigen Bestehen habe man in La Couronne den Mangel an öffentlichen Sitzmöglichkeiten festgestellt.

Jean-Francois Dauré bedankte sich vor allem bei den Familien, die die französischen Gäste aufgenommen hatten: "Das sind einige Tropfen, die in den Fluss geflossen sind, den wir Europa nennen. Dieser Fluss ist damit wieder ein Stück größer geworden." Man habe schöne Momente voller Emotionen und voller Kultur erlebt, man sei zu guten Freunden geworden. Für die Parkbank hatte er schon einen Namen: "Bank der Bürgermeister von Itzehoe".

Die Gäste und Gastfamilien nutzten den Abend für Gespräche und Tanzeinlagen. Zufällig liefen sich Richard Kent aus Cirencester und Dörte Franzen vom Itzehoer Wanderverein über den Weg. Die beiden kennen sich seit über 20 Jahren. "Wir hatten immer eine sehr schöne Partnerschaft mit Cirencester", erinnerte sich Dörte Franzen. Richard Kent fährt regelmäßig nach Norddeutschland. "Ich bin zum 32. Mal in Itzehoe, manchmal komme ich zweimal im Jahr her", sagte er. Gemeinsam mit Derek Bristow hat er die Tage in der Gastfamilie genossen: "Es war eine sehr interessante Woche, wir haben viel gesehen."

Gut getroffen hatten es Wanda und Alicja Kryger aus Paslek, die bei Lidia Gotard und Krysztof Konze niewski in Hohenlockstedt untergebracht waren. "Für unsere Gäste ist es ganz einfach, weil wir polnisch sprechen", sagte Lidia Gotard. "Mein Mann war jeden Tag mit ihnen unterwegs. Das Programm war sehr schön, alle sind sehr zufrieden." Diesen Eindruck hatte auch Rüdiger Blaschke vom Vorstand des Vereins: "Es ist schön, dass diese Partnerschaft immer wieder so viele Menschen bewegt."

Wie sich die Partnerschaften entwickeln können, zeigte sich anhand von Elisabeth und Peter Schumacher aus Malchin und Brigitte und Gilbert Aupetit aus La Couronne. Die Vier waren gemeinsam bei Annegret Köberich und Hans-Peter Bruhn in Itzehoe untergebracht. Kennen gelernt hatten sich die beiden Ehepaare in La Couronne. Obwohl Familie Schumacher kein Französisch und Englisch spricht und Familie Aupetit kein Deutsch und kein Englisch, könne man sich irgendwie verständigen. "In Itzehoe gefällt es uns sehr gut. Wir können nur das Beste sagen", sagte Elisabeth Schumacher. "Wir haben hier in Itzehoe Familienanschluss gefunden", ergänzte ihr Mann. Die beiden Franzosen fahren noch eine Woche durch Schleswig-Holstein und Dänemark. Anschließend kommen sie für ein paar Tage zu den Schumachers nach Malchin.

Das Miteinander der Nationen freute Renate Wilms-Marzisch, Vorsitzende des Partnerschaftsvereins: "Unter den Gästen, die eine Fremdsprache sprechen, gibt es eine hohe Bereitschaft, sich zu mischen", sagte sie. "Auf dem Partnerschaftsfest soll die deutsch-französische, aber auch die europäische Freundschaft gefeiert werden." Neben dem Itzehoer Jugendspielmannszug traten eine Flamenco-Gruppe, die Bigband des Sophie-Scholl-Gymnasiums, die Trommler von Norbert Niehuus und die Tanzgruppe des Itzehoer Wandervereins auf. Mit dem Lied "Nehmt Abschied Brüder…" auf Deutsch, Englisch und Französisch klang der Abend aus.

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