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Norddeutsche Rundschau

21. Oktober 2017 | 05:43 Uhr

Kultur : Freunde unterstützen das Museum

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Hinter dem Prinzeßhof-Museum in Itzehoe steht jetzt ein Förderverein. Das Startkapital liefert unter anderem der aufgelöste Bürgerclub.

von
erstellt am 25.Mär.2015 | 04:46 Uhr

Itzehoe | Wer gute Freunde hat, steht auch in schwierigen Zeiten nicht alleine da. Das gilt auch für das Kreismuseum Prinzeßhof. Ein Freundeskreis möchte das Museum in Zeiten knapper öffentlicher Mittel finanziell und ideell unterstützen – etwa beim jährlichen Museumsfest, aber auch, indem er den Kauf oder die Restaurierung besonderer Exponate ermöglicht.

Das museumspädagogische Programm soll ebenfalls gefördert werden, erklärte der Vorsitzende Johann Stempfle bei der Vorstellung des als gemeinnützig anerkannten Vereins, der im vergangenen Jahr gegründet wurde. Den Vorstand bilden neben Stempfle   Ralf Thrull (stellvertretender Vorsitzender), Christian Holst (Schatzmeister), Holger Meyer (Schriftführer) sowie Alexander Eggert, Hans-Joachim Eggert, Dr. Anita Chmielewski und Elsbe Junge (Beirat). „Wir wollen das Museum unterstützen, um die alten Werte zu wahren“, sagt Elsbe Junge.

Während der Freundeskreis gerade erst startet und auf eine lange, erfolgreiche Zukunft hofft, hat der Itzehoer Bürgerclub von 1859 seine besten Zeiten hinter sich – er wurde aufgelöst (wir berichteten). „Am 30. März sage ich: ,Jetzt ist alles zu Ende‘“, so der ehemalige Vorsitzende Peter Künne, der als Liquidator noch das bestehende Vereinsvermögen verteilt. Neben der Feuerwehr (1000 Euro) und der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin im Klinikum Itzehoe (800 Euro) wird dabei auch das Kreismuseum Prinzeßhof mit 1000 Euro und Erinnerungsstücken an den Bürgerclub bedacht. „Für die Vergangenheit haben wir auf das Museum gesetzt“, erklärt Hans-Peter Wilde, ehemals stellvertretender Vorsitzender. In Bildern und dicken Chroniken sei das komplette Vereinsleben für die Nachwelt aufgezeichnet und einsehbar.

Die Feuerwehr stehe für die Gegenwart. „Das Geld ist für die Kameradschaftskasse bestimmt“, betont Peter Künne. Im Sinne der Clubtradition möchte er, dass die Feuerwehrleute, die auch an Feiertagen in Bereitschaft stehen, auch feiern könne. „Da werden wir schon etwas finden“, freut sich Mark Bollhardt, Zugführer und Assistent der Wehrführung. Mit der Spende für die Kinder im Klinikum schließlich sei an die Zukunft gedacht, so Wilde. Die Kinder seien es, die die Feiertradition des Bürgerclubs weiterführen könnten. Diese ist nun im Museum verwahrt. „Etwas Besseres als so eine Spende kann uns eigentlich nicht passieren“, sagt Stempfle, nachdem sich die Bürgerclub-Vertreter im Goldenen Buch verewigt hatten. Stempfle würde dem Bürgerclub gern nacheifern: „Wenn unser Freundeskreis auch so alt wird – das wär’s!“

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