zur Navigation springen
Norddeutsche Rundschau

16. Dezember 2017 | 22:23 Uhr

Außenhafen : Freizeitpark wird Montag eröffnet

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Bürgermeister lädt ab 12.30 Uhr zur Eröffnung auf der Glückstädter Docke ein.

von
erstellt am 09.Mai.2014 | 17:00 Uhr

Lange wurde an dem Freizeitpark gearbeitet, jetzt ist er fertig. Am Montag, 12. Mai, wird das Areal Docke ab 12.30 Uhr für die Öffentlichkeit durch Bürgermeister Gerhard Blasberg freigegeben. Die Kosten für den Freizeitpark betragen 1,682 Millionen Euro. Davon zahlt die Stadt rund 776 000 Euro.

Fertig mit ihren Arbeiten sind auch die Künstler, die die Spundwände zur Hafenseite hin bereits mit künstlerischen Graffitis verschönert haben. „Eine tolle Erfahrung“, sagt Stephanie Ebel (35), Projektleiterin für die Graffiti-Arbeiten. „Und es gab viele ermutigende Rückmeldungen von Glückstädtern und Gästen.“

Stephanie Ebel und ihre Künstler Marcus Kannengießer sowie Stefan Sczostak arbeiteten ein ganzes Jahr an diesem Projekt, teils mit Gastkünstlern. Die Arbeit war vielseitig: Von der Planung, über das Konzept, den Vorarbeiten und der eigentlichen Kunst bis hin zum Projektmanagement. Wolfgang Lenhardt hat das Projekt über diesen Zeitraum fotografisch begleitet. Seine Fotos erscheinen in Kürze in dem „Docke-Buch“.


Nach dem Sturm ein neues Silhouettenbild


Stephanie Ebel: „Für mich war es eine sehr besondere Zeit. Manche Windböe brachte uns zur Verzweiflung, manch Regenschauer in Not. Auch wegen zu großer Hitze und zu starker Kälte für die Farben waren die Idealbedingungen fürs Sprühen und Pinseln oftmals reduziert.“

Zu kämpfen hatten die Künstler nicht nur mit den Folgen eines Sturmes – dabei ging das Silhouettenbild zu Bruch –, sondern auch mit Sonnenbrand, Muskelkater und Abschürfungen. Und Stephanie Ebel hat Buch geführt über alles was gebraucht wurde: Unter anderem 1186 Dosen Graffiti-Spray, 345 Meter Klebeband, 17 Rollen Müllsäcke, 120 Liter Fassadenfarbe, 65 Liter Acrylfarbe, 39 Pinsel, 16 Drahtbürsten und 190 Liter Cola für den Durst.

Mit vielen öffentlichen Mitteln wurde das Projekt Freizeitpark wahr. „Ziel ist, eine attraktive Verbindung zwischen der barocken Altstadt und dem Hafengelände zu schaffen“, sagt Heike Schmidt vom Bauamt. Sie hat federführend das Projekt von Anfang an begleitet. Sie freut sich, dass sich schon jetzt viele Kinder angemeldet haben, die dort spielen wollen. Sie können sich an den Spielgeräten und auf der Skaterbahn vergnügen. Zudem dürfen sie die Innenwände der Spundwände mit Graffitis besprühen.


2011 kaufte die Stadt das Areal vom Land


Der ehemalige Dockhafen der dänischen Flotte hatte Ende des 18. Jahrhunderts ausgedient und wurde zugeschüttet. Auf dieser Fläche siedelte sich später die Holzhandlung Gehlsen an, die Ende 2000 schließen musste. Nach dem Abriss der Gebäude lag die Fläche jahrelang brach. 2011 kaufte die Stadt das Areal vom Land Schleswig-Holstein, gleichzeitig wurde mit den Planungen für den Freizeitpark begonnen. Mitarbeiter der Stadt, der Städtebauförderung sowie Landschaftsarchitekt Sven Andresen machten sich viele Gedanken. Herausgekommen ist ein Freizeitpark bei dem das Thema Fisch als Themenpark einen hohen Stellenwert hat. Zahlreiche Veranstaltungen verschiedenster Art sollen dort stattfinden. Eine erste ist der Fischmarkt am Sonntag, 25. Mai, tagsüber.

Im Vordergrund steht der Freizeitwert. So ist der „Themenpark Fisch“ besonders attraktiv für Kinder. Denn für sie gibt es Spielgeräte, Wasserspiele und viel Wissenswertes rund um den Fischfang. Eingebunden ist auch die Glückstädter Tradition des Hering- und Walfischfanges. „Bei der Gestaltung war die Beteiligung von interessierten Bürgern sehr hoch“, sagt Heike Schmidt. „Zahlreiche Vorschläge gingen Mitte 2012 ein und fanden sich später im Projektplan wieder. Zuvor wurde bereits deutlich, dass speziell für Kinder und Jugendliche Freizeitmöglichkeiten in Glückstadt fehlten und sie einen Schwerpunkt in der Parkgestaltung einnehmen sollten.“ Für Jugendliche wird zudem ein Skater-Parcours geboten. Landmarken, Aussichtspunkte auf kleinen „Warften“ sind Punkte für die Erwachsenen.

Heike Schmidt: „Durch die an vielen Stellen wiederverwerteten Abbruchmaterialien konnte der Innenbereich seinen ruppigen Gesamtcharakter behalten und damit seine besondere Vergangenheit unterstreichen.“

Erhebliche Zuschüsse für das Projekt Freizeit- und Fischpark gibt es aus Städtebauförderungsmitteln und aus dem Europäischen Fischereifond der EU. Der Park kann kostenfrei genutzt werden.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert