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Freiwilliges Soziales Jahr: Engagement für sich und andere

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

shz.de von
erstellt am 01.Feb.2014 | 13:37 Uhr

Eine Auszeit nehmen, Neues erkunden, Herausforderungen meistern – immer mehr Jugendliche zieht es nach der Schule in die Ferne. Man hat die Schule hinter sich gelassen und weiß nicht weiter? Das freiwillige Soziale Jahr (FSJ) ist eine mögliche Alternative zu Studium, Ausbildung oder weiterführender Schule.

Ein FSJ ist eine Möglichkeit, sich allgemein beruflich zu orientieren oder die sozialen Berufsfelder kennen zu lernen. „Ich möchte nach dem Abitur erstmal etwas ,Entspannteres’ machen und nicht gleich studieren und arbeiten gehen“, sagt Sharin Raube aus Horst. „Das FSJ ist außerdem eine Möglichkeit sich neu zu entdecken, neuen Mut zu sammeln oder um die Persönlichkeit weiterentwickeln zu können“, fügt die 19-Jährige hinzu.

Vom FSJ erhofft sich Sharin vor allem, dass sie neue und wichtige Erfahrungen sammeln kann.

Das FSJ ist ein freiwilliger Dienst in Form einer ganztägigen und praktischen Hilfstätigkeit. Es richtet sich an junge Menschen zwischen dem 16. und 27. Lebensjahr, die etwas für sich und andere Menschen im sozialen Bereich tun möchten. „Ich habe ein großes Interesse daran, mich sozial zu engagieren“, so Sharin.

Ein FSJ kann zwischen sechs und 18 Monate dauern, wobei zwölf Monate von vielen bevorzugt werden. Es kann an den verschiedensten Stellen absolviert werden: in Einrichtungen für behinderte Menschen, in Krankenhäusern, Kindertagesstätten, Kirchengemeinden, aber auch bei ambulanten Sozialdiensten oder in der Jugendarbeit. „Derzeit weiß ich noch nicht so genau, wo ich mein FSJ absolviere möchte, aber ich würde es gerne im sozialen Dienst, bei der Tafel oder im Hospiz machen“, sagte Sharin weiter.

Das FSJ ist zwar ein freiwilliger Hilfsdienst, aber man arbeitet nicht umsonst. Die Bezahlung eines Taschengeldes ist gesetzlich vorgegeben. Die Höhe des monatlichen „Verdienstes“ hängt immer vom Träger ab und ist bei diesem zu erfragen. Daneben gibt es bei verschiedenen Einrichtungen eine zusätzliche Verpflegungspauschale und einen Wohnkostenzuschuss. Manche Einrichtungen gewähren zusätzlich zum Taschengeld auch eine kostenfreie Unterkunft und kostenfreie Verpflegung. Das hängt allerdings von den Einrichtungen ab.

Natürlich besteht während des FSJ ein Urlaubsanspruch. Dieser richtet sich nach dem Alter des Absolventen und der Dauer des FSJ. Bei einem zwölfmonatigen FSJ beträgt der Urlaubsanspruch mindestens 24 Tage. Bei Jugendlichen gilt ein höherer Urlaubsanspruch, der sich aus dem Jugendarbeitsschutzgesetz ableitet.

Derzeit gibt es in ganz Deutschland 40 000 freie Plätze. Man sollte trotzdem beachten, dass ein FSJ häufig am 1. August oder 1. September beginnt und dass in der Regel Bewerbungsfristen eingehalten werden müssen. Um noch einen Platz in der Nähe oder für die Wunschstelle zu erwerben, sollte man sich rechtzeitig bewerben. Nähere Informationen im Internet unter www.pro-fsj.de und www.fsj-schleswig-holstein.de.

Anna-Lena Evers und Julia
Sachau, Klasse HHSU2,
Handelslehranstalt Neumann,
Itzehoe, mit Lehrerin
Antje Christians



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