Freiwillige Kontrolle für mehr Qualität

Gut abgeschnitten: Gabriele Mienert und Elfriede Becker (stehend v.  li.) freuen sich mit den Heimbewohnern über  die Auszeichnung.
Gut abgeschnitten: Gabriele Mienert und Elfriede Becker (stehend v. li.) freuen sich mit den Heimbewohnern über die Auszeichnung.

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12. August 2009, 10:13 Uhr

Itzehoe | "Wir haben allen Grund zum Feiern", freut sich Gabriele Mienert, Geschäftsführerin der Laurentius-Senioren-Residenz. Vor wenigen Tagen erhielt sie die Nachricht, dass ihr Heim bei der freiwilligen Begutachtung der Bundesinteressenvertretung der Nutzerinnen und Nutzer von Wohn- und Betreuungsangeboten im Alter und bei Behinderung (BIVA) besonders gut abgeschnitten hat.

Mit dieser freiwilligen Aktion solle Angehörigen und älteren Menschen bei der Suche nach einem guten Altenheim künftig mit mehr Informationen im Internet geholfen werden. "Die Qualität der Pflege ist dabei ein wichtiger Aspekt, macht aber nur einen Teil des Wohlbefindens aus", sagt Gabriele Mienert.

Das freiwillige Verzeichnis, das vom Verbraucherministerium gefördert wird, soll bis 2010 im Internet komplett sein. Wenn eine Einrichtung mitmacht, prüfen unabhängige Gutachter mehr als 100 Kriterien - von Betreuung über Essen, Grad der Selbstbestimmung, Austausch mit anderen bis zur Menschenwürde und Verkehrsanbindung. Die so genannten "weichen Faktoren" ließen sich allerdings nicht so gut messen wie die objektiven Fakten, zu denen unter anderem die Türbreiten für Rollstuhlfahrer oder die technische Ausstattung des Hauses gehörten.

"Die Gutachter haben sich umgesehen, am Mittagessen teilgenommen und mit uns Bewohnern, dem Heimbeirat und der Heimleitung den Fragenkatalog abgearbeitet", erzählt Elfriede Becker (94), Heimbeiratsvorsitzende. Gefragt wurde unter anderem, ob die Bewohner in der Küche mithelfen dürfen, es eine Auswahl an mehreren Gerichten gebe und ob sie selbst entscheiden dürfen, wann sie ins Bett möchten.

Elfriede Becker war auch bereit, ihr persönliches Reich vorzuzeigen. "Unsere 45 Bewohner sind in Einzel- und Doppelzimmern untergebracht", erklärt Gabriele Mienert. Elfriede Becker fügt hinzu, dass ihr besonders gut der Speisesaal gefalle, der durch viele kleinere Tische "einem Restaurant" gleiche. Kein Problem gebe es mit dem meist sehr jungen Personal. "Alle sind hier sehr freundlich und liebevoll."

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