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Norddeutsche Rundschau

24. August 2017 | 01:55 Uhr

Freie Bahn in der Breiten Straße

vom

Fußgängerzone verkürzt: Fahrzeugverkehr wieder zugelassen von der Krämerstraße zum Berliner Platz

itzehoe | Erst waren es weiße Markierungen. Es folgten Metallnägel im Boden, die Parkplätze markieren. Nun haben sie einen Sinn: Die Breite Straße ist gestern offiziell für den Fahrzeugverkehr freigegeben worden. Er fließt aus der Neustadt Richtung Berliner Platz.

Ende Juni 2011 war zunächst die untere Breite Straße zwischen Krämerstraße und Breitenburger Straße geöffnet worden. Dabei blieb es nach einjähriger Testphase, die als erfolgreich bewertet wurde. Beschlossen wurde danach im Grundsatz die komplette Öffnung, doch auch für diese gilt eine einjährige Versuchszeit. Danach würden die Erfahrungen ausgewertet, so Bürgermeister Dr. Andreas Koeppen.

Eugen Spannagel und Alexander Sitner vom Bauhof entfernten das Schild "Fußgängerzone" in Höhe der Breitenburger Straße, dafür steht nun ein entsprechender Hinweis an der Einfahrt zum Oelmühlengang. Vom Sandberg aus ist die Durchfahrt verboten, gleichzeitig informiert ein Schild, dass sich dort eine Spielstraße anschließt. Es gilt Schrittgeschwindigkeit. Koeppen appellierte an alle Verkehrsteilnehmer, insbesondere die Autofahrer, sich rücksichtsvoll zu verhalten.

Die Öffnung folgt einer Empfehlung aus dem Einzelhandelsentwicklungskonzept. Und sie erfülle einen Wunsch der Gewerbetreibenden in diesem Bereich, unterstrich der Verwaltungschef. Die Breite Straße soll durch den Autoverkehr wieder belebt werden. Damit Kunden direkt zu den Geschäften gelangen, wurden 16 Parkplätze eingerichtet, einer davon dicht an der Kirchenstraße wird noch Behinderten-Parkplatz. Höchstparkzeit: eine Stunde. Die Lage der Stellplätze sei mit den Geschäftsinhabern noch einmal genau abgestimmt worden, sagte Koeppen, auch sie sollten den Schritt als Chance begreifen. Er wünsche sich, "dass die Kunden vorsichtig reinfahren und die Park plätze annehmen und dass über gegenseitige Rücksichtnahme und tüchtiges Kaufverhalten das Ganze zu einem Erfolg wird". Der Bereich werde von den städtischen Ordnungskräften beobachtet und Fehlverhalten geahndet.

Der nächste Schritt ist bereits in Arbeit. Nachdem Anlieger der oberen Feldschmiede Unterschriften für eine Öffnung gesammelt hatten, solle dieser Wunsch so schnell wie möglich umgesetzt werden, erklärte Koeppen. "An allen Ecken und Kanten" werde probiert, etwas für das Zentrum zu tun: "Wir haben einen starken Fokus auf die Innenstadt." Umso gespannter schaut er auf die Breite Straß: "Jetzt kommt es darauf an, dass wir aus diesem Versuch das Beste herausholen."

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erstellt am 16.Aug.2013 | 03:09 Uhr

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