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Grossprojekt : Freibad-Sanierung verschlingt Millionen

vom
Aus der Redaktion der Wilsterschen Zeitung

Unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten im Brokdorfer Bauausschuss vorgestellt.

Auf die Gemeinde Brokdorf kommen in den nächsten Jahren vermutlich Kosten in Millionenhöhe für die Sanierung des Freibades zu. Das Ingenieur- und Architektenbüro Thalen Consult aus Zetel (Ostfriesland) stellte dem Bauausschuss der Gemeinde vier mögliche Varianten und deren Kosten vor. Die Kosten schätzten Architekt Jens Schulz und Ralf Deye als Leiter der technischen Planung auf 2,7 bis 2,9 Millionen Euro. Der Ausschuss ließ sich von den Fachleuten umfassend informieren, fasste aber an diesem Abend keinen Beschluss. „Wir wollen die nächsten Monate nutzen, um das Thema im Ausschuss, im Gemeinderat und mit den Bürgern zu beraten“, kündigte Jörg Schmidt als Vorsitzender des Bauausschusses an und sagte: „Wir wollen uns damit intensivst befassen.“ Zu entscheiden sei, ob man komplett sanieren wolle oder nur eine Teilsanierung anstrebe oder ob man nur reparieren wolle.

„Nach 35 Jahren besteht Sanierungsbedarf“, leitete Jens Schulz seinen Vortrag ein. Dennoch sei bei Untersuchungen auch festgestellt worden, dass die Beckenkonstruktion und der Beton voll intakt seien. Das Kinderbecken sei allerdings nicht mehr sanierungsfähig. „Da muss ein Ersatzbecken her“, machte Schulz deutlich. Wie Ralf Beye ergänzte, seien zwar die technischen Anlagen „in einem ordentlichen Zustand“, sie entsprächen aber nicht mehr dem heutigen Stand der Technik.

Thalen Consult zeigte unterschiedliche Möglichkeiten der Sanierung von Schwimmer- und Sprungbecken sowie des Nichtschwimmerbeckens auf. Die Fachleute favorisierten eine Vollauskleidung mit einem Edelstahlbecken mit einer zusätzlichen Treppenanlage als Einstieg in das Schwimmerbecken. Für das Nichtschwimmerbecken wurden zusätzliche Attraktionen wie eine Schwallbrause und ein „Bodenblubber“ vorgeschlagen. Für den Familienbereich ist sowohl eine Erweiterung am jetzigen Standort möglich als auch eine komplette Verlegung auf die jetzige Liegewiese hinter dem Nichtschwimmerbecken. Für die kleineren Kinder gäbe es ein 15 bis 20 Zentimeter tiefes Becken und daran angrenzend ein Becken mit einer Wassertiefe von 30 Zentimetern und einer kleinen Rutsche. Ergänzt würde die Anlage von einem Spielbach, einem Sandspielbereich mit Matschwiese und Spielgeräten.

Grundlegend erneuert werden müsste nach Aussage von Ralf Deye die gesamte Badewassertechnik mit energieeffizienten Pumpen und neuen Filtern, die gesamte Mess- und Regeltechnik, Verbesserungen am Zugang zum Technikraum, die Heizungsanlage mit der Beckenwassererwärmung, die getrennt für die einzelnen Becken geregelt werden müsste, die Erneuerung der Beckenhydraulik, um die Umwälzmengen zu erhöhen und die Beckenwasserhygiene zu verbessern.


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