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Saisonschluss : Freibad profitiert vom heißen Juli

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Aus der Redaktion der Wilsterschen Zeitung

Schwimmmeister Lutz Stüven zieht positive Bilanz. Insgesamt liegt die Besucherzahl mit 31000 im guten Mittelfeld der vergangenen Jahre.

shz.de von
erstellt am 18.Sep.2014 | 17:04 Uhr

Kaum ist der Sommer fast vorbei, zeigt sich der Frühherbst schon einmal von seiner schönsten Seite – mit Sonne satt den ganzen Tag. Da bedauert es Schwimmmeister Lutz Stüven in Brokdorf fast ein wenig, dass das Freibad bereits Anfang September geschlossen hat. „Dafür, es noch weiter zu betreiben, war der August aber leider zu schlecht und zu verregnet“, sagt er. Das seit 34 Jahren betriebene Freibad verzeichnete in dieser Sommersaison vom 10. Mai bis 6. September insgesamt 31 000 Besucher und liegt damit im guten Mittelfeld der Gästezahlen. „Im Durchschnitt hatten wir an 120 Öffnungstagen 258 Besucher pro Tag.“ Damit waren es durch den guten Frühsommer ein wenig mehr Besucher als im vergangenen Jahr.

Den besten Tag verzeichnete das Bad am Sonnabend, 19. Juli, mit 850 Gästen bei 33,4 Grad und Sonne satt. „Das war der mit Abstand heißeste Tag“, so Stüven. Am 28. Mai war mit 39 Gästen bei 14 Grad, Regen und Bewölkung der Tiefststand erreicht. Allerdings hätten die Baustellen vom Störsperrwerk in Richtung Brokdorf in den Ferien und der Schönwetterphase bestimmt 4000 Besucher gekostet, schätzt Lutz Stüven. „Auswärtige haben einfach nicht hergefunden.“ Zudem fehlen nun die Jugendlichen ab 16 bis kurz über 20 Jahre, die früher täglich da waren. Da die Zahlen für diese Altersgruppe in allen Bädern im Vergleich zu vor zehn Jahren rückläufig sind, fällt sein Fazit aber immer noch positiv aus.

Auch hinsichtlich des Sicherheitsaspekt hat Stüven keinen Grund zur Klage. „Als Betreiber sind wir froh, dass außer der Pflasterausgabe nichts passiert ist, wir hatten keinen Krankenwagen da, auch auf der Rutsche ist nichts bekannt.“

Um das Schwimmen nicht nur zu ermöglichen, sondern auch zu vermitteln, gab es drei Schwimmkurse mit bis zu zwölf Kindern, die sich zwei Wochen lang zehn Mal im Wasser tummelten. Ein geplanter Schwimmkurs für Erwachsene – gerade als es im Sommer mehrere Badetote in der Ostsee gab – hatte zwar einige Anmeldungen, aber für die Ausführung dann doch zu wenige. „Nächstes Jahr nehmen wir ihn von vornherein ins Programm“, kündigte Olaf Stahl, Vorsitzender vom Sport- und Sozialausschuss, bereits jetzt an.

Durch das verregnete Wetter machte ein Sprungwettbewerb Mitte August mit etwa 20 Teilnehmern zwar viel Spaß, blieb aber hinter den Erwartungen zurück. Der Sprungturm aus solidem, grauem Beton soll nach dem Winter im kommenden Jahr einen neuen Anstrich bekommen und von Graffiti-Künstlern verziert werden. An der 100-Meter-Wasserrutsche, die im vergangenen Jahr erneuert wurde, mussten die Fugen nachgearbeitet werden. „Das hat sich bewährt, es hat sich danach keiner mehr beschwert“, zeigt sich Olaf Stahl zufrieden. An der Rutsche soll in der kommenden Saison eine Lichtschranke mit Zeitmessung installiert werden, um bei Rennwettbewerben offizielle Rekorde aufstellen zu können. „Dann kann jeder sehen, wie schnell er ist“, sagt Lutz Stüven. „Und jeden Tag könnte sie für eine Stunde eingeschaltet sein.“

Und auch wenn das Wetter noch nicht danach aussieht: Nun wird das Bad winterfest gemacht und das Wasser abgesenkt. „Wir hoffen auf einen milden Winter, damit die Schäden durch Frost und Kälte nicht allzu schwer werden“, so Lutz Stüven. Auf eines können sich die Fans des Badens im Freien schon jetzt freuen und den Termin im Kalender eintragen: die Freibadsaison startet wieder am 11. Mai 2015.

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