Schwimmzentrum Itzehoe : Freibad öffnet 2018 nicht mehr

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Die Umbauarbeiten im Schwimmzentrum Itzehoe verzögern sich weiter. Die Stadtwerke erheben schwere Vorwürfe gegen ihren Generalplaner.

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11. Juli 2018, 05:00 Uhr

Wasserratten in Itzehoe und Umgebung müssen noch länger auf ihr Freibad verzichten: Wie die Stadtwerke Itzehoe als Betreiber des Schwimmzentrums mitteilen, wird der Außenbereich in diesem Jahr nicht mehr eröffnet. Der eigentlich für die Sommerferien geplante Abschluss der umfangreichen Umbauarbeiten im Freibad verzögert sich erneut. Ab Oktober sollen Badegäste aber wieder im Hallenbad schwimmen können. Das Freibad soll dann zur Saison 2019 eröffnet werden.

Ursprünglich war vorgesehen, direkt nach Ende der Hallenbadsaison mit dem Freibadbetrieb zu starten. Langanhaltender Frost führte aber bereits zu Jahresbeginn zu Bauverzögerungen und zur Verschiebung im Zeitplan (wir berichteten). Dies habe sich auch auf die nachfolgenden geplanten „Ausführungszeiten“ ausgewirkt, heißt es von den Stadtwerken. „Aufgrund der guten konjunkturellen Auslastung konnten die beauftragten Handwerksbetriebe nicht flexibel genug auf die geänderten Zeitpläne reagieren.“

Darüber hinaus erheben die Verantwortlichen bei den Stadtwerken schwere Vorwürfe gegen den Generalplaner, ein Architekturbüro aus Niedersachsen. Dessen „Abwicklung“ sei „unbefriedigend“ gewesen, was sich „in mangelnder Kommunikation und Terminplanung äußerte“. „Bei einem Bauprojekt dieser Größenordnung müssen alle Gewerke reibungslos funktionieren“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Gregor Gülpen. Aufgrund des engen Baufeldes müsse „die Chronologie der Bauabläufe“ exakt eingehalten werden, weil bestimmte Arbeiten nicht parallel ausführbar seien. „Umso wichtiger ist eine professionelle Baustellenkoordination und Terminplanung,“ sagt Schwimmbadleiterin Elina Hesse. Genau daran habe gefehlt. Trotz mehrerer Krisengespräche seien Terminvereinbarungen nicht eingehalten worden. Man prüfe nun rechtliche Schritte gegen das Unternehmen, das gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen war.

„Uns ist bewusst, dass unsere Badegäste enttäuscht sind“, sagt Gülpen. Gerade angesichts des guten Sommerwetters tue die Verzögerung den Stadtwerken „sehr leid“. „Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, aber ein nur teilweise fertiges Freibad mit Baustellenatmosphäre wollen wir den Besuchern nicht zumuten.“ Deshalb habe man beschlossen, das neue Freibad mit einer Eröffnungsfeier zum Saisonstart 2019 zu präsentieren.

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