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Norddeutsche Rundschau

24. August 2017 | 09:21 Uhr

Haushalt : Freibad macht weiter Verlust

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Kosten liegen zwischen 240 000 und 340 000 Euro. Neue Technik soll Einsparungen bringen, doch Zahlen liegen in Burg noch nicht vor

Kostenfaktor Freibad: Zwischen 240 000 und 340 000 Euro bewegt sich das jährliche Defizit des Burger Waldschwimmbads. ,,Im Rahmen der Daseinsfürsorge müssen wir als Zentralort entsprechende Einrichtungen wie zum Beispiel das Schwimmbad vorhalten, auch wenn damit Defizite erwirtschaftet werden“, konstatiert Burgs stellvertretender Bürgermeister Walter Arriens (BurgAktiv). Um in Zeiten knapper Kassen das Minus zu verringern, hatte Burg zum Saisonbeginn 2013 einen 200 000 Euro teuren Luftwärmetauscher in Betrieb genommen. 20 000 Euro erhoffen sich die Gemeindevertreter jährlich an Kostenersparnis durch die neue Heizung. Die läuft bisher fehlerfrei. Nur, ob sie wirklich Kosten spart, weiß man noch nicht, denn für 2013 fehlt noch der Jahresabschluss, wie Kämmerer Marco Strufe auf Nachfrage mitteilte.

340 000 Euro betrug das Schwimmbaddefizit vor zwei Jahren. Für 2014 werden mindestens 42 000 Euro weniger erwartet, denn 2013 lief die Tilgung für das 1994 eingeweihte Bad aus. Dennoch, bereits im nächsten Jahr kommt da einiges auf die Gemeinde zu. Im Jugend- und Sportausschuss legte Badebetriebsleiter Andreas Engelke den Gemeindevertretern eine Liste unbedingt notwendiger Reparaturen vor, soll das Bad im Mai in die neue Saison starten. Rund 38 000 Euro kosten die notwendigsten Maßnahmen: Instandsetzung der Umwälzpumpe (4500 Euro), eine neue Überlaufrinne (7500 Euro), 100 Meter neuer Zaun (10 000 Euro) sowie diverse Dinge wie neue Fußmatten im Nassbereich, Überholung des Beckensaugers und eine neue Sandkiste.

Mit 42 321 Gästen lag die Besucherzahl 2014 auf Höhe des Vorjahresniveaus. Schwimmbadwirtin und KWV-Gemeindevertreterin Silvia Lenz monierte: ,,Wir hätten 4196 Euro mehr in der Kasse gehabt, gäbe es keine Familienkarten.“

,,Was ist eine Familie?“ – mit dieser Fragestellung kämpft Lenz an der Schwimmbadkasse. Sind es eine 60-Jährige und ihre 40-jährige Tochter, sind es zwei Männer mit Kindern oder gehören zur Erfüllung des Familienbegriffs zwingend Mutter, Vater und Kind? Der Ausschuss zeigte sich tolerant. Bela Haraszti (CDU) entgegnete, die Familienkarten hätten laut Statistik mehr Gäste ins Bad gezogen.

Hauptsächlich Touristen und auswärtige Besucher würden die Familienkarten nutzen, monierte Lenz. ,,Sie lachen sowieso über unsere Eintrittspreise.“ Damit lieferte sie Sabine Gehrken (BurgAktiv) eine Steilvorlage. Gehrken: ,,Ich hoffe das spricht sich herum, denn wir haben in Burg ein attraktives Schwimmbad zu günstigen Tarifen.“ Mit der Familienkarte.

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