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Gleichstellung : Frauentag mit einer Sternstunde

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Am 8. März gibt es einen DVD-Abend in der Stadtbücherei, Blumen und Sekt in den Modegeschäften

shz.de von
erstellt am 21.Feb.2016 | 16:00 Uhr

Es war eine Sternstunde für die Gleichstellung von Frauen. Als die Väter des Grundgesetzes nach dem Zweiten Weltkrieg über einer neuen demokratischen Rechtsordnung brüteten, war auch eine Mutter dabei: Elisabeth Seibert. Ihr widmet die Gleichstellungsbeauftragte für das Amt Wilstermarsch, Anke Rohwedder, in Kooperation mit der Stadtbücherei Wilster und dem Frauenforum Wilstermarsch den diesjährigen Weltfrauentag. Gemeinsam laden sie am Dienstag, 8. März, um 19 Uhr in die Bücherei im Neuen Rathaus ein. Dort wird das unter dem Titel „Sternstunde ihres Lebens“ mit Iris Berben in der Hauptrolle verfilmte Leben und Wirken der Elisabeth Seibert gezeigt. Anschließend darf darüber in gemütlicher Runde diskutiert werden.

Die DVD-Abende zum Weltfrauentag haben schon ein bisschen Tradition. „Man kann sich sehr gut in die Zeit hineinversetzen“, umschreibt Anke Rohwedder den geplanten Filmbeitrag. Aus ihrer Sicht hat das Thema ohnehin nie ganz an Bedeutung verloren. Zwar sei man inzwischen auf dem Weg zu einer vollständigen Gleichberechtigung vorangekommen. Gesellschaftspolitisch gebe es aber weiterhin Handlungsbedarf. „Frauen sind heute gut ausgebildet – und sitzen dann doch wieder in der Familienfalle.“ Für sie ist vor allem die Vereinbarkeit von Familie und Beruf noch unerreicht. „Die wenigsten Mütter können nach drei Monaten wieder voll in ihren Beruf einsteigen. Und mit Teilzeit macht man nun mal keine Karriere.“ Immerhin, so stellt sie erfreut fest, sei allmählich ein Bewusstseinswandel im Gange. Anke Rohwedder erinnert allerdings auch daran, wie steinig der Weg zu wirklicher Gleichberechtigung von Mann und Frau sei, obwohl dies dank Elisabeth Seibert im Grundgesetz verankert ist. Sie sei es zwar letztlich gewesen, die das Thema Gleichstellung gegen „eine Riege konservativer Herren durchgesetzt hat“, aber: „Erst in den 1970er Jahren durfte eine Frau auch selbstständig darüber entscheiden, ob sie arbeiten kann, ohne zuvor ihren Mann fragen zu müssen.“

Begleitet wird der Weltfrauentag in Wilster wieder durch Aktionen der örtlichen Modehäuser. „Es gibt an dem Tag bei uns Blumen und kleine Leckereien“, kündigt Britta Dolling (Petra Looft Mode) an. „Auf unsere Kundinnen warten Sekt und ebenfalls Blumen“, ergänzt Angela Fuchs von „Reese women“. „Wir wollen das Thema damit auch im Stadtbild sichtbar machen.“ So werde der 8. März auch in diesem Jahr an Wilster nicht spurlos vorüberziehen.

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