zur Navigation springen

Thema Daseinsvorsorge : Frauen fordern verlässliche Schüler-Fahrt

vom
Aus der Redaktion der Wilsterschen Zeitung

Mit dem Zukunftskonzept beschäftigten sich die Frauen im FrauenForum Wilstermarsch. Dabei war unter anderem die Schülerbeförderung ein Thema. Kinder aus dem ländlichen Bereich haben vor allem am Nachmittag Probleme, nach Hause zu kommen.

von
erstellt am 06.Sep.2013 | 16:48 Uhr

Das Zukunftskonzept Daseinsvorsorge nahm beim sechsten Treffen des FrauenForums Wilstermarsch unter der Leitung der Gleichstellungsbeauftragten Anke Rohwedder einen breiten Raum ein. Angeregt diskutierten die Frauen insbesondere über die Schülerbetreuung und die Schülerbeförderung.

Gerade das Schulbusangebot im ländlichen Raum lässt zu wünschen übrig – besonders, wenn Schüler nach dem Nachmittagsunterricht nach Hause müssen. Wie schon mehrfach gerade aus dem Raum Ecklak und Landscheide beklagt, müssen am Nachmittag Eltern selbst dafür sorgen, dass ihre Kinder aus Wilster beziehungsweise St. Margarethen abgeholt werden müssen, da kein Bus mehr über Land fährt. Eine Problematik, die mit dem Zukunftskonzept, das zurzeit in Arbeitsgruppen erarbeitet wird, zu einer Lösung geführt werden müsse.

Ein Thema auch in der Arbeitsgemeinschaft „Jugend, Kinderbetreuung, Sport und Freizeit“ sei die Nachmittagsbetreuung der Schüler. Besprochen wurde auch, dass die Grundschulzeiten über die Awo, die momentan die Früh- und Mittagsbetreuung übernimmt, auf 16 Uhr erweitert werden sollen. Die Nachmittagsangebote der Gemeinschaftsschule sollten bekannter gemacht werden, ehrenamtliche Mitwirkungsmöglichkeiten sollen beworben werden. Das Kita-Angebot wird als ausreichend angesehen.

Weiterer Themenkomplex: die Ferienangebote. Auf Initiative des Frauenforums gab es im vergangenen Jahr erstmals ein Betreuungsangebot für Grundschüler in den ersten zwei Sommerferienwochen. Darüber hatte Rohwedder schon im Vorfeld der Diskussion um die Daseinsvorsorge berichtet. Im vergangenen Jahr war die Resonanz überaus gut, in diesem Jahr nicht. Die erste Woche musste abgesagt werden, weil offiziell nur drei Kinder angemeldet waren – „letztendlich wären wir wohl doch auf acht bis zehn Kinder gekommen“, fügte sie hinzu. In der zweiten Woche gab es elf Anmeldungen, acht Jungs kamen. „Die Kinder waren zufrieden, nachdem sie das Mottothema demokratisch abgewählt hatten.“ Dafür fand freies Spiel statt. Begeistert waren aber alle vom Ausflug ins Piratenland. Zu den Themenvorschlägen, die offenbar nicht den Geschmack der Kinder getroffen hatten, habe es parallel mehrere Freizeit-Veranstaltungen gegeben. Und die Anfangszeit (8 Uhr) des Programms sei Ferienkindern zu früh. Künftig soll die Kooperation mit anderen Anbietern verbessert werden. Überlegt wird auch, Ein-Tages-Veranstaltungen unterschiedlicher Akteure beziehungsweise Vereine zusammenzufassen sowie Angebote ebenfalls für die Herbst- und Frühjahrsferien zu schaffen.

Ihren Dank richtete Anke Rohwedder an den Regionalverein, der das Sommerferienprogramm Wilstermarsch finanziell unterstützt und die Mehrkosten getragen hat.

Neben Ferienprogramm und Zukunftskonzept in Wilster hat die ehrenamtliche Gleichstellungsbeauftragte in den zurückliegenden Monaten in verschiedenen Gremien auf Kreis- und Landesebene mitgewirkt und an Aktionen teilgenommen. Das nächste Treffen des FrauenForums, an dem alle interessierten Frauen aus Wilster und der Wilstermarsch teilnehmen können, ist am 30. Januar geplant. Das Forum hat sich zum Ziel gesetzt, ein Netzwerk von und für Frauen in der Region zu schaffen. Besprochen wurden auch mögliche Veranstaltungen, unter anderem soll es nach dem Erfolg im vergangenen Jahr erneut am Weltfrauentag (8. März) in Wilster einen DVD-Abend geben.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen