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„Frauen arbeiten zu viel und verdienen zu wenig“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Zwei Monate und 19 Tage arbeiten Frauen in diesem Jahr ohne Bezahlung. Denn der Entgelt-Unterschied zwischen Frauen und Männern liegt bei 21 Prozent. Am „Equal Pay Day“ ist die Bezahlung von Mann und Frau wieder gleichwertig – ihn nutzte am Sonnabend die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (AsF) für einen Informationsstand in der Innenstadt.

„Das größte Risiko, benachteiligt zu werden, haben allein erziehende Mütter“, erklärte Karin Lewandowski, Gleichstellungsbeauftragte in Itzehoe. Stärker betroffen seien auch Frauen in Pflegeberufen und im Reinigungsdienst. Das Problem entstehe besonders beim Wechsel von Vollzeit auf Teilzeit, so die SPD-Bundestagsabgeordnete Karin Thissen.

Das Interesse war groß. Heidrun Vogt (68) aus Itzehoe begrüßte die Aktion, „weil Frauen zu lange und zu viel arbeiten und zu wenig verdienen“. Dagegen wies der Unternehmensverband Unterelbe-Westküste in einer Mitteilung darauf hin, dass in der Region Frauen und Männer gleich entlohnt würden und die Unterschiede auf gesamtwirtschaftlicher Betrachtung beruhten.

Zumindest durch den Mindestlohn sah die AsF einen Fortschritt. Man werde aber, so Lewandowski, „immer weiter am Equal Pay Day hier stehen, bis die Ungerechtigkeit aufgehoben ist“.

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