Französische Schüler zu Gast in der Backstube

Was kommt wann hinein? Udo Pfahl erklärt, Solal, Diego und Bastien (v. l.) hören zu.
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Was kommt wann hinein? Udo Pfahl erklärt, Solal, Diego und Bastien (v. l.) hören zu.

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22. März 2018, 05:00 Uhr

Es war eng in der Backstube des Café Königsberg. 28 junge Franzosen drängten sich, um zu sehen, wie Laugengebäck produziert wird. „Laugengebäck kennen die Franzosen nicht“, sagte Christina Gasa, Französisch-Lehrerin an der Gemeinschaftsschule am Lehmwohld. Seit mehr als 25 Jahren unterhält diese eine Partnerschaft mit der Gemeinschaftsschule in Itzehoes Partnerstadt La Couronne. Vor einer Woche reisten 28 Acht- und Neunklässer aus Südfrankreich mit ihren Lehrerinnen Fabienne Alquier und Aurélié Béchemin nach Itzehoe zum alle zwei Jahre stattfindenden Schüleraustausch.

Die Gäste nahmen am Unterricht teil, Büsum und Lübeck wurden ebenso besucht wie die Redaktion unserer Zeitung. Und die Backstube im Café Königsberg. Unter Anleitung von Bäcker- und Konditormeister Udo Pfahl fertigten die Jungen und Mädchen unter anderem Brötchen, Stangen, Mäuse, Fische und Brezeln an, alles aus Teig für Laugengebäck. „Anders als die zarte französische Blätterteig-Spezialität, das Croissant, gehört der Laugenteig zu den festesten Teigen“, erklärte Pfahl. Nach kurzer Anleitung sollen die Schüler allein den Teig aufarbeiten. „Die Belaugung mit der ätzenden Natronlauge mache ich jedoch alleine“, sagte Pfahl.

Nicht nur der praktische Teil gehörte zum Besuch, bei einem gemeinsamen Frühstück vermittelte er auch theoretisches Wissen zu den ernährungsphysiologischen Elementen. Zudem überreichte er jedem Schüler ein Zertifikat.

Mit einem Bunten Abend in der Schule ging der Tag gestern zu Ende. Musiklehrerin Ulrike Blendek-Lohse hatte mit der Schulband und weiteren Schülern das Programm ausgearbeitet. Den Abschluss des Schüleraustauschs bildet heute der Empfang durch die Stadt im Ständesaal. Danach geht es für die Franzosen auf die lange Fahrt zurück nach La Couronne.

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