Freibordunterschreitung : Frachter nach Polizeikontrolle in Brunsbüttel festgesetzt: 122 Tonnen Überladung

Trotz Dunkelheit war der Fall recht offensichtlich: Der Kalkstein-Frachter hatte elf Zentimeter Tiefgang zu viel.

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01. Februar 2018, 11:51 Uhr

Brunsbüttel | Die Wasserschutzpolizei in Brunsbüttel hat am Mittwochmorgen noch bei Dunkelheit ein zu tief liegendes Schiff in der Großen Südschleuse des Nord-Ostsee-Kanals kontrolliert. Die Einsatzkräfte bewiesen gutes Augenmaß: Der Frachter „Reymar“ mit 5000 Tonnen Kalkstein an Bord war komplett überladen.

Die Beamten stellten eine Freibordunterschreitung von elf Zentimetern fest. Gemäß der hydrostatischen Daten des Schiffes entpreche dies einer Überladung von etwa 122 metrischen Tonnen, teilte die Waserschutzpolizei am Donnerstag mit. Die Berufsgenossenschaft für Transport und Verkehrswirtschaft verweigerte dem Schiff daraufhin die Weiterfahrt. Zur Sicherstellung des Verfahrens ordnete die Berufsgenossenschaft die Einziehung einer finanziellen Sicherheitsleistung an. Der Kapitän wurde wegen der Ordnungswidrigkeit angezeigt.

Bis das Schiff Freibord – den regulären Abstand zwischen Wasserspiegel und Deck  – erreicht hatte, durfte es Brunsbüttel nicht verlassen. Ob dies durch das Ablassen von Wasser oder durch Entladung erfolgte, wurde nicht bekannt. Inzwischen hat es nach Tornio in Finnland abgelegt.

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