zur Navigation springen

Schifffahrt : Frachter „Alk“: Problemlose Rückkehr in den Außenhafen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Der Frachter „Alk“, ehemals „Kappeln“, ist zurück in Glückstadt – am Osterwochenende legte er wieder im Außenhafen an.

„Wir haben schon überlegt, Schiffsführungen zu machen und dafür Eintritt zu nehmen, um die laufenden Kosten zu decken“, sagt Insolvenzverwalter Veit Schwierholtz – überrascht von dem großen Interesse der Elbstädter – scherzhaft gegenüber unserer Zeitung als das Frachtschiff Kappeln monatelang im Glückstädter Außenhafen festlag und der Hamburger Anwalt händeringend einen Käufer für das pleitegegangene Schiff suchte.

Dass die Glückstädter sich immer noch sehr für den eher ungewöhnlichen Gast im Hafen interessierten, zeigte sich auch am Osterwochenende erneut. Die frühere Kappeln, jetzt Alk, ist inzwischen an eine Lübecker Reederei verkauft. Sie wurde auf der Werft in Husum überholt und soll nun wieder Fracht über die Meere transportieren – voraussichtlich in der Karibik.

Bevor sie dort hin aufbricht, sind allerdings noch einige kleinere Arbeiten an Bord auszuführen. Da in Husum kein passender Liegeplatz zur Verfügung stand, liegt die Alk nun erneut in Glückstadt. Eigentlich sollte sie bereits am Sonnabend nachmittags mit der Flut in Glückstadt einlaufen (wir berichteten). Es gab Schwierigkeiten mit dem Zeitplan und die Alk verließ Husum erst am frühen Abend und blieb dann einen Tag in der Deutschen Bucht. Zahlreiche Schaulustige am Hafen warteten bei strahlendem Sonnenschein umsonst auf das 132 Meter lange Schiff.

Am Sonntag gegen 17.30 Uhr erreichte sie Glückstadt und lief mit Hilfe eines Schleppers ganz langsam in den Außenhafen ein. Erneut spielte das Wetter mit und es hatten sich viele Einheimische und Touristen an der Mole versammelt und sahen sich das maritime Spektakel ganz aus der Nähe an. Die Alk hat in Husum einen komplett neuen Anstrich bekommen. Vom Rost am Rumpf, der die Kappeln noch kennzeichnete, ist nichts mehr zu sehen.

Laut Angaben der Reederei wird der große Frachter nun vermutlich eine Woche im Hafen liegen, bevor er Glückstadt dann endgültig verlässt.

zur Startseite

von
erstellt am 07.Apr.2015 | 07:26 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen