Fotos – wie mit dem Pinsel gemalt

Durch  Unschärfe entstehen neue Strukturen.
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Durch Unschärfe entstehen neue Strukturen.

shz.de von
11. Januar 2014, 05:00 Uhr

Er spielt gezielt mit dem Einsatz von Unschärfe – so gelingt es Rainer Ortlieb, bei seinen Fotos den Blick weg vom Individuum zur Grundform zu lenken und Raum für den subjektiven Blick des Beobachters zu schaffen. Gleichzeitig rückt die Farbe in den Vordergrund. Die Handhabung der Kamera „wie einen Pinsel“ verstärkt die Auflösung der Form.

Unter dem Titel „Flowmotion“ sind einige seiner Werke ab sofort für zwei bis drei Monate im „himmel +
erde“ zu sehen. Die gezeigten Arbeiten spiegeln einen mehrjährigen fotografischen Prozess wider, in dem sich die Bildauffassung von einem rein dokumentarisch beschreibenden Stil zu einem interpretativen Vorgehen entwickelt.

Bei Ortliebs Bildern bestimmen Farbe und Bewegung den Raum und lassen Strukturen jenseits des Motivs entstehen. Gleichzeitig kommt der Zufall als gestalterisches Element hinzu. So entstehten neue Bildwelten.

Technische Kniffe bleiben dabei außen vor: „Die gezeigten Bilder kommen so, wie sie zu sehen sind, aus der Kamera“, betont der Glückstädter. „Sie werden nur so weit nachbearbeitet, wie es auch mit den Möglichkeiten der analogen Dunkelkammer möglich gewesen wäre.“

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