Forderungen für neues HdJ

Jugendparlament verlangt mehr Personal

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28. April 2011, 07:45 Uhr

Itzehoe | Sie hatten den Standort Grunerstraße favorisiert - doch die Politik wollte es anders, das Haus der Jugend wird auf Alsen gebaut. Demotivierend für die Jugendlichen? Ein Grund, sich frustriert zurück zu ziehen? Mitnichten.

Kaum war die Entscheidung in der Ratsversammlung gefallen, machte sich das Jugendparlament (JuPa) ans Werk. Ein Forderungskatalog für das neue Jugendzentrum wurde aufgestellt.

Infrastruktur: Die Jugendlichen fordern die Einrichtung einer Buslinie, die das HdJ direkt anfährt. "Die Fahrzeiten müssen sich an den Öffnungszeiten des HdJ orientieren. Das heißt, auch nach Konzerten muss noch ein Bus bereit stehen."

Personal: Die Anzahl der Sozialpädagogen, die täglich vor Ort sind, müsse mindestens auf drei bis vier aufgestockt werden. "Das ist auch nötig, um bei größeren Veranstaltungen der Aufsichtspflicht gerecht zu werden."

Es müsse einen Raum für die JuPa-Tagungen geben - am besten mit separatem Eingang, damit auch außerhalb der Öffnungszeiten Zugang besteht. Auch für die Proberäume sei ein separater Zugang nötig. Es werden Möglichkeiten der "kreativen Selbstgestaltung" gewünscht. Die Ausstattung soll von Saal über Werkstätten, Fitnessbereich und Küche bis zu Duschen reichen.

Veranstaltungen: "Es darf keine Einschränkungen bezüglich Häufigkeit, Länge und Lautstärke geben."

Sicherheit: Um einen angstfreien Besuch zu ermöglichen, seien ausgebaute Wege mit durchgängiger Beleuchtung unabdingbar.

Beteiligung: Das JuPa möchte regelmäßig informiert werden und fordert eine Kopie des Bauverlaufs plans.

Fettgedruckt ist die letzte Forderung: "Wir wollen natürlich einen schnellstmöglichen Baubeginn!"

"Das JuPa arbeitet beständig daran", sagt Carsten Roeder vom Kinder- und Jugendbüro. Das Engagement beeindruckt ihn, zumal seit Beginn der HdJ-Planungen längst ein Generationswechsel im Gremium stattgefunden hat.

Die Forderungen - auch hinsichtlich des Personals - findet Roeder "angesichts der besonderen Herausforderungen auf Alsen durchaus nachvollziehbar". Aber er weiß auch: "Alle Forderungen können natürlich auch zu Kostensteigerungen führen."

Genau deshalb wurde der Katalog im Jugendausschuss angeregt diskutiert. Bis Jan Grapp, Präsident des JuPa, eindringlich appellierte: Die Politik müsse nun zu ihrer Entscheidung stehen, die Notwendigkeiten ernst nehmen und dafür sorgen, dass das HdJ angenommen wird.

Einen Erfolg konnte die Jugend bereits verbuchen. Das JuPa hat einen Sitz in der Arbeitsgruppe "Alsen rotiert" erhalten. "Alles, was kommt an Ideen und Forderungen, fällt nicht unter den Tisch", verspricht Bürgermeister Dr. Andreas Koeppen. "Wir nehmen es auf, aber es muss natürlich finanzierbar sein."

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