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Norddeutsche Rundschau

16. August 2017 | 22:04 Uhr

Auktion : Fohlen sorgen für großes Interesse

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Rund 800 Besucher bei der Holsteiner Fohlenauktion in Elmshorn. Insgesamt werden 40 Tiere für zusammen 345 000 Euro verkauft. „Ein gutes Ergebnis“, so die Veranstalter.

Die Stimmung an dem runden Tisch ist gut. Gerade haben die drei Damen und der Herr ein Holsteiner Fohlen ersteigert. Wie viele sie heute schon gekauft haben? Die Frau in der braun gemusterten Wolljacke deutet auf die Sektflasche mit blau-weiß-roter Schleife am Hals, die auf dem Tisch steht. Pro ersteigertem Fohlen gibt es vom Verband eine solche Flasche, also sind es jetzt zwei. Mehr sollen es auch nicht werden, schließlich haben die Gäste aus Bayern schon knapp einen fünfstelligen Betrag investiert.

Damit tragen die Oberpfälzer ihren Teil bei zu der Zahl, die für den Holsteiner Verband die entscheidende ist: 40 Fohlen wurden bei der jährlichen Auktion in Elmshorn für insgesamt 345 000 Euro verkauft; macht im Schnitt pro Fohlen 8625 Euro. „Ein gutes Ergebnis“ ist das für Peter Glisic, Verkaufsleiter beim Holsteiner Verband: „Die Züchter haben ihre Pferde topp in Schuss, das macht sich bezahlt.“ Rund 800 Besucher waren zur Auktion in die Halle gekommen. VIP-Kunden durften an Tischen neben dem Pult des Auktionators Uwe Heckmann Platz nehmen, die anderen saßen auf der Tribüne.

Die vier Bayern hatten sich angemeldet, ihr Kaufinteresse genügte offenbar für einen Platz mit Bedienung. Ihre Namen wollen sie lieber nicht in der Zeitung lesen; zwei von ihnen, Mutter und Tochter, bringen das Geld mit, die beiden anderen, ein Ehepaar, das Know-how: Er reitet professionell, sie managt den Stall, zusammen züchten sie und bilden sie aus. Für sie sind die beiden Fohlen eine Investition, die sich auszahlen soll, wenn aus den wenige Monate alten Tieren erfolgreiche Sportpferde geworden sind oder sie es wenigstens zur Körung schaffen.

„Wir schätzen die Tradition, die Blutlinien“, sagt die Bayerin. „In erster Linie die Abstammung“ bestimmt auch bei ihrer Beraterin, der Stallmanagerin, die Auswahl der Favoriten. Dieses Bedürfnis befriedigen die Veranstalter: Eigene Namen haben die Fohlen noch nicht, im Katalog laufen sie unter den Namen des Vaters und des Großvaters mütterlicherseits. Gute Namen genügen dem Auktionator schon für seine Werbung: „Wer will die Siegerstute von morgen kaufen?“

Bis dahin vergehen noch ein paar Jahre, erstmal dreht das junge Tier ein paar Runden in der Halle. Einige Fohlen vollführen Bocksprünge, andere laufen neugierig umher, wieder andere wirken eher verunsichert. Eins haben sie alle gemeinsam: Unter 3 000 Euro geht keins weg. Bei drei Tieren findet sich kein Bieter, der Höchstpreis betrug am Sonntag 31 000 Euro. „Sehr viele ausländische Kunden“ registriert Peter Glisic, die Fohlen werden nach Schweden, Brasilien, Peru oder in die USA verkauft. Oder nach Bayern; als Investition, die Rendite bringen soll und mit Leidenschaft getätigt wird.

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erstellt am 02.Okt.2013 | 06:09 Uhr

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