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Völkerverständigung : Förderverein für mehr Partnerschaft

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Steinburger Akteure wollen freundschaftliche Verbindung mit polnischem Partnerkreis Elbing weiter ausbauen und gründen in Itzehoe einen Förderverein.

shz.de von
erstellt am 20.Nov.2014 | 12:15 Uhr

Die Partnerschaft zwischen beiden Kreisen besteht bereits seit 13 Jahren, nun erhält sie konkrete Unterstützung: Im Kreistagssaal in Itzehoe gründeten elf Teilnehmer einen Förderverein, um die Beziehungen des Kreises Steinburg mit dem polnischen Kreis Elbing auszubauen. Initiiert wurde dies durch Harry Strößner, ehemaliger Leiter des Kreis-Jugendamts, der feststellte: „Es gibt ein Interesse an der Gründung eines Vereins, um die guten Beziehungen beider Kreise zueinander zu unterstützen.“

Die Kreispartnerschaft zwischen Elbing und Steinburg besteht bereits seit 2001. Nun sollen weitere Ziele erreicht werden. „Der Partnerschaftsverein will nichts vom Bestehenden übernehmen, sondern das Vorhandene unterstützen und fördern“, stellte Strößner gleich zu Beginn klar. „Wir wollen Personen und Gruppen gewinnen, um weitere Kontakte entstehen zu lassen.“

Außerdem solle Öffentlichkeitsarbeit über den Kreis Elbing betrieben und das Wissen darüber erweitert werden. „Weitere Bevölkerungsgruppen können in eine Begegnung einfließen und diese anregen und mit organisieren“, wünschte er sich. „Wir wollen neue Formen des Austausches und der Begegnung anregen, so etwa Kulturschaffende einbinden, wie es sie in der Steinburger VHS und den polnischen Kulturhäusern gibt.“ Und kulturelle Vorführungen und musikalische Veranstaltungen sollen miteinander ausgetauscht werden.

Als konkrete Aktivitäten angedacht sind bereits Besuche der Kreistage sowie Schüleraustausche der beiden Kreisgymnasien, außerdem Sportbegegnungen, ein Fachaustausch und gemeinsame Ferienmaßnahmen. Einbezogen werden sollen auch die Begegnung der Jugendfeuerwehr (wie sie beispielsweise schon mit Oldendorf besteht), eine Kooperation von Einrichtungen der Erziehungshilfe, kulturelle Begegnungen (wie sie bei Musikzügen bestehen) und der Aufbau und die Intensivierung kommunaler Partnerschaften.

Um das zu gewährleisten, stimmten die Teilnehmer und späteren Mitglieder über die Satzung ab, in der all das zusammen gefasst ist. Der „Verein zur Förderung der Partnerschaft zwischen dem Kreis Steinburg und dem Kreis Elbing“, wie es ausgeschrieben heißt, solle insgesamt einen Beitrag zur Völkerverständigung und Förderung der Partnerschaft leisten, so sein oberstes Ziel, das durch die geplanten Aktivitäten ausgestaltet wird.

In einem Bildervortrag zeichnete Harry Strößner die historische Entwicklung nach. Anhand von Schaubildern und Karten erläuterte er die Verwaltungsgliederung und die Verwaltungseinheiten des Partnerkreises, der sich gut mit dem Kreis Steinburg vergleichen lasse, da die Flächen in etwa gleich groß sind.

Nachdem 2001 der Partnerschaftsvertrag zwischen Steinburg und Elbing unterschrieben worden war, ist seither ein gegenseitiger Schüleraustausch mit vielen Helfern in beiden Kreisen wesentlicher Bestandteil. „Die damals vielleicht noch bestehenden Lebensunterschiede haben sich inzwischen einander angeglichen.“

Touristisch interessant seien dort das Frische Haff und der Elbinger Kanal, dessen 200-jähriges Bestehen jüngst gefeiert wurde. Die Schiffe werden dort nicht durch Schleusen geführt, sondern im Kanal auf Loren gezurrt und mit Wasserkraft heraus und herunter gezogen. „Das ist attraktiv, es zu sehen und auch einmal mit zu fahren.“ 2011 wurde das zehnjährige Bestehen in Itzehoe mit Vertretern der polnischen Botschaft gefeiert. Eine Fotoausstellung über den Kreis Steinburg wurde dem Kreis Elbing geschenkt. „Sie hängt nun dort in der Kreisverwaltung.“

>Wahlen: Vorsitzender (auf 2 Jahre) Harry Strößner, stellvertretender Vorsitzender (4 Jahre) Hans Friedrich Tiemann, Schriftführer Hans-Werner Speerforck, Schatzmeisterin (2 Jahre) Ellen Gahtow, Kulturbeauftragte Beisitzerin (2 Jahre/Kulturarbeit) Britta Glatki, Beisitzer (4 Jahre) Renate Wilms-Marzisch und Gero Kleist, Kassenprüfer Doris Reich und Max Holst.
>Termin: Montag, 19. Januar, 17 Uhr: Vorstandssitzung (alle Interessierten und Mitglieder eingeladen); Kontakt: harrystroessner@aol.com.
>Mitgliedsbeiträge: für „natürliche Mitglieder“ (Jugendliche, Schüler und Studenten): 1 Euro im Jahr; Regelbeitrag pro erwachsene Person: 18 Euro im Jahr; juristische Mitglieder (Schulen, Vereine soziale Einrichtungen) 50 Euro im Jahr; sonstige (wie Firmen, Unternehmen und Betriebe): 100 Euro im Jahr.

 

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