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heiltherapeutisches Reiten : Förderung auf dem Pferderücken

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Für einige Schüler der Grundschule Rethwisch geht es nach Schulschluss auf den Reiterhof. Sie nehmen das Angebot des Heiltherapeutischen Reitens in Anspruch. Dank einer Spende des ärztlichen Kreisvereins ist das Projekt erstmal gesichert.

Ein großes Sparschwein, gefüllt mit 1000 Euro, überreichte Dorothee Schick, Ärztin für Allgemeinmedizin und zweite Vorsitzende des ärztlichen Kreisvereins Kreis Steinburg, an die Initiatorin des Förderangebots Heiltherapeutisches Reiten und Schulleiterin der Grundschule Rethwisch, Lucie Nietzke. „Durch einen Artikel in der Norddeutschen Rundschau, wurde ich auf das Angebot des Heiltherapeutischen Reitens der Grundschule Rethwisch aufmerksam“, erklärt Dorothee Schick. „Ich war sofort von diesem Leuchtturmprojekt angetan. Es handelt sich hierbei um ein Förderangebot für Grundschüler mit Defiziten. Das Konzept bietet den Kindern gute Möglichkeiten der Weiterentwicklung. Deshalb entschieden wir uns, das diesjährige Sommerfest des ärztlichen Kreisvereins schlanker zu gestalten, um so mit dem finanziellen Überschuss, das Projekt der Grundschule zu unterstützen“. Damit ist das Angebot erst einmal gesichert.

Sieben Kinder, im Alter zwischen sechs und zehn Jahren, besuchen derzeit das Heiltherapeutische Reiten, das einmal wöchentlich auf einem Reiterhof in Kollmoor stattfindet. In Kürze wird die Gruppe um ein weiteres Kind bereichert. Gemeinsam geht es nach dem regulären Unterrichtsende mit dem Schulbus hinaus zu den Pferden. „Für die Kinder ist es immer das Größte, wenn sie auf den Reiterhof dürfen“, berichtet Birgit Friederici, Mutter eines siebenjährigen Sohnes mit Autismus. „Für unsere Kinder ist die Stunde keine Therapie, sondern Spaß und ein spielerisches, ungezwungenes Erleben im Umgang mit den Tieren.

Geleitet wird das Heiltherapeutische Reiten von Reitpädagogin Femke Anderson. Lucie Nietzke: „Die Kinder lernen auf spielerische Weise, sich in eine Gruppe einzufügen und Verantwortung zu übernehmen. Sie pflegen die Tiere, führen sie und spüren ihre Bewegungen. Durch die Therapie ändert sich auch das Verhalten der Kinder im Laufe der Zeit. Eltern berichten uns Fortschritte in der Motorik, der Sprache ebenso wie im gestärkten Selbstbewusstsein der Kinder“.

Im Rahmen eines bunten Nachmittags auf dem Reiterhof bedankte sich Lucie Nietzke bei allen Sponsoren. Diese konnten sich vor Ort bei Kaffee und Kuchen ein eigenes Bild vom Projekt machen. Vor den Gästen zeigten die Schüler den Umgang mit den Pferden. Mit Fingerfarben wurden die Vierbeiner zu bunten Indianerpferden. Gehalten an der Longe erklommen die Kinder den Rücken der Tiere. „Das Reiten gibt dreidimensionale Bewegungsimpulse“, erklärt Allgemeinärztin Dorothee Schick. „Es befähigt den Körper, neue neuronale Netze miteinander zu verknüpfen. Nicht nur die Motorik wird dadurch gefördert. Die Therapie ist durchaus weitreichender“. Lucie Nietzke habe ein tolles Angebot ins Leben gerufen. „Was wir hier sehen, ist nicht nur Spaß und Spiel, sondern auch eine Therapie, die für den Nachwuchs sehr hilfreich ist.“





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erstellt am 31.Okt.2013 | 17:30 Uhr

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