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Norddeutsche Rundschau

24. Oktober 2017 | 10:38 Uhr

ZUschuss : Fördergelder für die Bildung

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Das Projekt LandZukunft unterstützt Schulen in Marne und Brunsbüttel sowie den Kindergarten in Wesselburen.

shz.de von
erstellt am 13.Dez.2013 | 05:00 Uhr

Kurz vor Jahresende hat der Kreis Dithmarschen noch mal 80 000 Euro Fördergelder an Land gezogen. Dass dies geglückt ist, ist aber vor allem der Verdienst der Bildungseinrichtungen. Sie mussten innerhalb von drei Wochen Projektideen einreichen, damit die Gelder aus dem Modellprojekt LandZukunft nicht verloren gehen. Insgesamt erhält Dithmarschen aus dem Bundesprogramm zwar 1,8 Millionen Euro für drei Jahre. Doch jedes Jahr wird genau festgelegt, wie viele Mittel abgerufen werden müssen. Sonst geht das Geld verloren.

„Wir waren überrascht von der Vielzahl der Anträge, die bei uns kurzfristig eingegangen sind“, so Landrat Dr. Jörn Klimant in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Beirats. 52 Projekte mit einem Förderbedarf von fast 400 000 Euro landeten bei ihm auf dem Tisch. Nach den Kriterien Zugänglichkeit des Angebots, Größe des Einzugsbereichs, Anzahl der Nutzer und Übertragbarkeit wurden letztendlich 13 Bildungsprojekte ausgesucht. Auf den ersten Platz kam das Gymnasium Marne mit einer Kooperation mit der Firma BeBa Energie in Hemmingstedt. Im Rahmen der Nachmittagsbetreuung wird ein thematischer Schwerpunkt auf die Windenergie als regionales Thema gesetzt. Platz 2 belegt die Boy-Lornsen-Grundschule in Brunsbüttel, die einen Medienraum mit Fotowerkstatt zur Herstellung einer Wandzeitung schaffen möchte. Die Kita Tausendfüßler aus Wesselburen landete mit einer Matschanlage, die verschiedene artgerechte Experimentierstationen enthält, auf Platz 3.

„Der zentrale Hebel für eine eigenständige und nachhaltige Entwicklung sowie ein qualifiziertes Wachstum Dithmarschens ist insbesondere die permanente Erhöhung des Bildungsniveaus im engen Schulterschluss von Bildungseinrichtungen und der Wirtschaft der Region“, so Klimant. Mit vernetzten Projekten sollen neue Lern- und Veränderunsprozesse mobilisiert werden. Klimant: „So wird ländliche Entwicklung für unsere Region und Schleswig-Holstein neu gedacht und es entsteht auf diese Weise ein Kompetenzzentrum für regionale Entwicklung.“

Die Fördermittel sind für die Bildungseinrichtungen ein willkommener Geldsegen. Denn das Budget der Träger ist meist knapp bemessen. Klimant: „Sonderaktionen brauchen eine Sonderfinanzierung.“ Voraussetzung war jedoch, dass die Bildungseinrichtung 50 Prozent der Fördersumme als Eigenmittel aufbringt. Aus Sicht von Klimant und Christian Mende, Geschäftsführer der LAG Aktiv Region, von der das Modellprojekt betreut wird, sind die Gelder aus Berlin Belohnung für das Engagement an der Basis und eine Honorierung von guten Ideen.

Für den Landrat ist das Modellvorhaben ein voller Erfolg. „Es ist gelungen, die Wirtschaft, Kommunen und Schulen dafür zu engagieren – ich bin stolz auf die Dithmarscher.“ Nach ersten Berechnungen werden 1,8 Millionen Euro Fördergelder 6,5 Millionen Euro an Investitionen auslösen. „Wir liegen damit in fast allen Bereichen über den gesetzten Zielen“, so Mende.

> Infos unter: www.landzukunft-dithmarschen.de

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