Meisterschaft : Flugmodelle im Einsatz

Wasserflug trotz schwieriger Bedingungen am Heidhofsee (von links): Michael und Nils Kröger (18) sowie Georg Thanner aus Garmisch-Patenkirchen mit seiner Eigenkonstruktuion „Poseidon“.
Wasserflug trotz schwieriger Bedingungen am Heidhofsee (von links): Michael und Nils Kröger (18) sowie Georg Thanner aus Garmisch-Patenkirchen mit seiner Eigenkonstruktuion „Poseidon“.

Die Flugtechnische Arbeitsgemeinschaft richtete wieder deutsche Meisterschaft am Heidhofsee aus.

shz.de von
17. Juni 2014, 12:00 Uhr

Die Sonne schien, aber das Wetter war nicht optimal, denn: Es war relativ windig, und das ist für Flugwettbewerbe nicht förderlich. Aber die Piloten der Modellflieger machten aus der Not eine Tugend, als sie wieder ihre offene Deutsche Meisterschaft in den Klassen „F3A-W“ und „F4H-W“ am Heidhofsee in Mühlenbarbek austrugen. Veranstalter war wie jedes Jahr die Flugtechnische Arbeitsgemeinschaft Kaltenkirchen.

Ohnehin hatten sie beim jährlichen Wasserflugwettbewerb das Flugprogramm schon von vornherein geändert. „Wir wollten bei den vielen technischen Neuerungen einmal etwas Anderes versuchen und haben zwei neue Figuren in das Flugprogramm aufgenommen“, schilderte Organisator Michael Kröger aus Wittenbergen. „Wir haben Schau- und Wettbewerbsflüge – für jeden war somit etwas dabei.“

Im Kunstflug-Wettbewerb der Klasse F3A-W (wobei das „W“ für „Wasserflug“ steht) maßen sich die Piloten mit großem Geschick. In der Semi-Scale-Klasse F4H-W wurde der Schwierigkeitsgrad bei der Landung mit einem zusätzlichen Landefeld etwas erhöht. In der Kunstflugklasse traten zehn Teilnehmer aus Nord- und Süddeutschland an. „Die Schweizer hatten in diesem Jahr kurzfristig abgesagt.“ Die Wettbewerbe wurden von den Wertungsrichtern Bernd Wiese, Matthias Döring und Thomas Faber aus dem Verein bewertet.

Seit 25 Jahren dabei ist Georg Thanner aus dem knapp 1000 Kilometer entfernten Garmisch-Patenkirchen mit seinem Anfahrtsweg von zehn Stunden, der mit seiner Eigenkonstruktion „Poseidon“, mit der er in der Klasse „F3A-W“ teilnahm. Michael Kroegers 18-jähriger Sohn Nils flog in der „Schaumstoffklasse“ mit. „Ich komme hierher schon mit seit ich geboren bin“, sagte er, „bin wohl schon zum 18. Mal dabei.“ Zum ersten Mal gab auch ein offizielles „Schaumwaffelprogramm“ mit acht Teilnehmern, um auch den einfachen Modellflieger anzusprechen. „Wir wollten den Wettbewerb an die heute gebräuchlichen Modelle anpassen“, so Michael Kroeger.

Nötig werden durch den Wind vor allem Korrekturmaßnahmen beim Fliegen. Noch sind keine automatischen Korrektursysteme zugelassen. „Aber das kommt spätestens im übernächsten Jahr, weil es nicht mehr zu kontrollieren ist. Dann müssen wir andere Anforderungen aufbauen, denn die technischen Entwicklungen sind nicht aufzuhalten.“

Am Ufer des Haidhofsees wurde wie in den vergangenen Jahren auch wieder in Wohnmobilen gecampt, an den Abenden einige Forellen sowie traditionell ein Schwein gegrillt. Schließlich konnten sich die erfolgreiche Teilnehmer über Preise für ihre Titel freuen für die Offene Deutsche Meisterschaft gab es Gold-,Silber-und Bronze-Plaketten des DAeC sowie als Preise des Veranstalters Urkunden für alle Teilnehmer.


zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen